Fal­sche Schwer­punk­te

Rheinische Post Erkelenz - - STIMME DES WESTENS - VON KIRS­TEN BIALDIGA

Es ist schon fast ein Ri­tu­al: in der Rol­le der Op­po­si­ti­on die Schul­den­po­li­tik der am­tie­ren­den Re­gie­rung zu gei­ßeln. Nach Über­nah­me der Re­gie­rungs­ver­ant­wor­tung dann aber eben­falls ho­he Kre­di­te auf­zu­neh­men. So voll­zieht es sich ge­ra­de wie­der nach dem Re­gie­rungs­wech­sel in NRW. 1,55 Mil­li­ar­den Eu­ro neue Schul­den will die schwarz-gel­be Lan­des­re­gie­rung ma­chen, ein Nach­trags­haus­halt soll ver­ab­schie­det wer­den.

Tat­säch­lich gibt es Be­rei­che, in de­nen jetzt schnell ge­han­delt wer­den muss, weil die rot-grü­ne Vor­gän­ger-Re­gie­rung sie ver­nach­läs­sigt hat: Ki­ta-Trä­ger ste­hen vor dem Aus, Kran­ken­häu­sern fehlt das Geld für In­ves­ti­tio­nen. Die zu­sätz­li­chen Mit­tel hel­fen ih­nen nun über die nächs­ten Mo­na­te.

Doch nicht über­all setzt die neue Lan­des­re­gie­rung bei der Iden­ti­fi­zie­rung der vor­dring­lichs­ten Aus­ga­ben nach­voll­zieh­ba­re Schwer­punk­te. So ge­hen die Schu­len zu­nächst leer aus, auch die In­te­gra­ti­on der Flücht­lin­ge spielt kei­ne Rol­le. Da­für kür­zen CDU und FDP bei Pro­gram­men für Lang­zeit­ar­beits­lo­se, ob­wohl die Ein­spa­run­gen kaum ins Ge­wicht fal­len. BE­RICHT

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