Mit 65 darf bei der Ar­beit au­to­ma­tisch Schluss sein

Rheinische Post Goch - - Politik -

LU­XEM­BURG (afp) Die in Deutsch­land üb­li­chen Ta­rif­ver­trags­klau­seln, wo­nach Ar­beits­ver­trä­ge mit Er­rei­chen des Ren­ten­al­ters au­to­ma­tisch en­den, sind recht­mä­ßig. Das Ar­beits-Aus mit der­zeit meist 65 Jah­ren sei kei­ne un­zu­läs­si­ge Al­ters­dis­kri­mi­nie­rung, ur­teil­te der Eu­ro­päi­sche Ge­richts­hof in Lu­xem­burg (Az: C 45/09). Da­mit un­ter­lag ei­ne Ge­bäu­de­rei­ni­ge­rin aus Ham­burg. Sie hat­te 39 Jah­re lang in Teil­zeit ge­ar­bei­tet und wehrt sich ge­gen ihr ta­rif­li­ches Ar­beits­en­de mit 65 Jah­ren. We­gen ih­rer Teil­zeit­be­schäf­ti­gung ha­be sie ei­ne Ren­te von nur 228 Eu­ro zu er­war­ten, da­von kön­ne sie nicht le­ben. Die eu­ro­päi­schen Rich­ter stell­ten nun zwar eben­falls ei­ne al­ters­be­ding­te Un­gleich­be­hand­lung fest, die­se sei aber ge­recht­fer­tigt und eu­ro­pa­weit üb­lich.

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