Schul­mi­nis­te­rin Löhr­mann greift von der Ley­en an

Rheinische Post Goch - - Vorderseite - VON EVA QUADBECK

BERLIN Das Bil­dungs­pa­ket für Kin­der aus Hartz-IV-Fa­mi­li­en muss aus Sicht von NRW-Schul­mi­nis­te­rin Syl­via Löhr­mann drin­gend nach­ge­bes­sert wer­den. Die Grü­nen-Po­li­ti­ke­rin for­der­te da­zu ei­nen Be­schluss der Kul­tus­mi­nis­ter­kon­fe­renz, die ab heu­te in Berlin tagt. „Wir müs­sen ein kla­res Si­gnal aus­sen­den, da­mit wir im Bun­des- rat die­se un­sin­ni­gen Vor­schlä­ge vom Tisch be­kom­men“, sag­te Löhr­mann un­se­rer Zei­tung. „Die Bil­dungs­mi­nis­ter wis­sen, dass es bes­se­re An­sät­ze gibt, um Kin­der an­ge­mes­sen zu för­dern.“ Ki­tas und Schu­len müss­ten in ein ört­li­ches Un­ter­stüt­zungs­sys­tem ein­ge­bet­tet wer­den.

Löhr­mann kri­ti­sier­te zu­dem die ge­plan­te Nach­hil­fe­re­ge­lung im Bil­dungs­pa­ket. Statt ge­werb­li­che An­bie­ter von Nach­hil­fe durch den Staat zu sub­ven­tio­nie­ren, müs­se die er­for­der­li­che För­de­rung in Ki­tas und Schu­len si­cher­ge­stellt wer­den.

Das Bil­dungs­pa­ket von Bun­des­ar­beits­mi­nis­te­rin Ur­su­la von der Ley­en (CDU) sieht bis­lang vor, dass die Leis­tun­gen über­wie­gend über die Bun­des­agen­tur für Ar­beit (BA) ver­teilt wer­den sol­len. Dar­an gab es auch von der BA Kri­tik, die sich mit der Auf­ga­be über­for­dert sieht. Die Ar­beits­mi­nis­te­rin lenk­te ein und kün­dig­te an, die Kom­mu­nen ein­zu­bin­den, wo dies ge­wünscht sei.

FO­TO: DPA

NRW-Schul­mi­nis­te­rin Syl­via Löhr­mann mischt sich bun­des­weit ein.

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