Star­ker Wil­ders

Rheinische Post Goch - - Stimme Des Westens -

MVON AN­JA

INGENRIETH

ark Rut­te re­giert die Nie­der­lan­de von Geert Wil­ders Gna­den. Der Is­lam-Geg­ner ist un­ver­zicht­ba­rer Mehr­heits­be­schaf­fer für Rut­tes schwarz-gel­bes Min­der­heits­ka­bi­nett, muss aber kei­ne Ver­ant­wor­tung für die Re­gie­rungs­po­li­tik über­neh­men. Das ist ei­ne Pre­mi­um-Po­si­ti­on für den Rechts­po­pu­lis­ten. Wäh­rend der neue Mi­nis­ter­prä­si­dent bei je­der Ent­schei­dung Rück­sicht auf Wil­ders neh­men muss, kann die­ser wei­ter mit sei­nen Pa­ro­len ge­gen den Is­lam punk­ten – und wahl­wei­se in die Rol­le des Staats­manns oder Op­po­si­ti­ons­füh­rers schlüp­fen.

Ent­zau­bern durch Ein­bin­den funk­tio­niert an­ders. Rut­te gibt ei­nem Mann, der we­gen Volks­ver­het­zung vor Ge­richt steht, die Macht, ihn nach Be­lie­ben zu stüt­zen oder zur stür­zen. Das ist po­li­ti­scher Selbst­mord auf Ra­ten. Den Nie­der­lan­den ste­hen in­sta­bi­le Zei­ten be­vor. Wil­ders wird zum Pup­pen­spie­ler: Er zieht die Fä­den der nie­der­län­di­schen Po­li­tik – und be­stimmt, wie lan­ge Rut­te nach sei­ner Pfei­fe tan­zen darf. Das Re­gie­rungs­pro­gramm trägt nicht nur beim re­strik­ti­ven Ein­wan­de­rungs-Kurs sei­ne Hand­schrift. Zu ver­lie­ren hat Wil­ders nichts. Im Ge­gen­teil: Bei vor­zei­ti­gen Neu­wah­len wä­re er laut Um­fra­gen der gro­ße Ge­win­ner. Dann stie­ge er vom Strip­pen­zie­her zum Haupt­dar­stel­ler in Hol­lands Po­li­tik auf. BE­RICHT:

Fo­rum:

Newspapers in German

Newspapers from Germany

© PressReader. All rights reserved.