PERSÖNLICH

Rheinische Post Goch - - Stimme Des Westens -

Da­nie­la Schne­cken­bur­ger (50), Vi­ze-Frak­ti­ons­che­fin der Grü­nen, hat vor dem Ver­wal­tungs­ge­richt in Gelsenkirchen ei­ne Nie­der­la­ge kas­siert. Es geht um die Pen­si­ons­an­sprü­che der So­zi­al­po­li­ti­ke­rin. Schne­cken­bur­ger, die in Dort­mund an ei­ner Ge­samt­schu­le un­ter­rich­te­te, hat­te sich 2006 vom Land von ih­rem Job be­ur­lau­ben las­sen, nach­dem sie zur Lan­des­vor­sit­zen­den der Grü­nen ge­wählt wor­den war. Die Be­zirks­re­gie­rung in Arns­berg wei­ger­te sich al­ler­dings, wei­ter für ih­re Al­ters­vor­sor­ge auf­zu­kom­men. Die Grü­ne streng­te ei­nen Mus­ter­pro­zess an, der jetzt viel Staub auf­wir­belt. Schne­cken­bur­ger ar­gu­men­tier­te, ih­re po­li­ti­sche Tä­tig­keit sei von all­ge­mei­nem In­ter­es­se, des­halb müs­se das Land die Ren­ten­bei­trä­ge zah­len. Ei­ne Ein­schät­zung, die im Land­tag nicht un­be­dingt ge­teilt wird. Es sei „ab­surd“, aus po­li­ti­schen Äm­tern öf­fent­li­che Ver­sor­gungs­an­sprü­che her­zu­lei­ten, kri­ti­siert der FDP-Po­li­ti­ker Ralf Wit­zel. Nach die­ser Rechts­auf­fas­sung könn­ten auch Po­li­ti­ker ex­tre­mis­ti­scher Par­tei­en vom Staat Ren­te ein­for­dern. Schne­cken­bur­gers Pro­zess um ih­re Ver­sor­gung be­schä­di­ge das An­se­hen der Par­tei­en ins­ge­samt. Auch bei den Grü­nen ist die Kla­ge we­gen der Au­ßen­wir­kung nicht un­um­strit­ten. Ob Schne­cken­bur­ger in die nächs­te In­stanz geht, ist noch of­fen.

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