Brü­der­le lehnt St­ein­koh­le-Gip­fel vo­r­erst ab

Rheinische Post Goch - - Wirtschaft -

Brü­der­les an den Vor­stand der RAG, Pe­ter Schrimpf, den Chef der IG BCE, Michael Vas­si­lia­dis, und an den Vor­stand der RAG-Stif­tung, Wil­helm Bon­se-Geu­king, der un­se­rer Zei­tung vor­liegt. „Mir geht es dar­um, die öf­fent­lich ge­äu­ßer­te Sor­ge um die Be­las­tun­gen für die RAG und da­mit auch die RAG-Stif­tung nach­voll­zie­hen zu kön­nen“, schreibt Brü­der­le.

Ei­ne Kor­rek­tur des EU-Be­schlus­ses, nach dem die Bei­hil­fen ent­ge­gen des deut­schen Koh­le-Kom­pro- mis­ses statt 2018 schon 2014 aus­lau­fen sol­len, sieht der FDP-Mi­nis­ter skep­tisch. „Auch des­halb, weil wir uns in ei­nem Ver­fah­ren be­fin­den, in dem wir nicht in ei­nem bi­la­te­ra­len Ver­hält­nis mit der EU-Kom­mis­si­on ver­han­deln, son­dern in ei­nem Kon­text von 27 EU-Mit­glied­staa­ten.“

Nach Be­rech­nun­gen des Ze­chen­be­trei­bers RAG sol­len sich die Mehr­kos­ten auf bis zu zwei Mil­li­ar­den Eu­ro be­lau­fen, soll­te der seit fast 150 Jah­ren staat­lich sub­ven­tio- nier­te St­ein­koh­le­berg­bau frü­her aus­lau­fen. Kanz­le­rin An­ge­la Mer­kel (CDU) will auf EU-Ebe­ne mit an­de­ren Koh­le-Län­dern wie Spa­ni­en, Tsche­chi­en und Po­len ei­ne Kor­rek­tur der EU-Ent­schei­dung be­wir­ken und hofft auf das EU-Par­la­ment. Al­ler­dings kön­ne man den Be­schluss der Kom­mis­si­on „nicht ein­fach kip­pen“, heißt es im Um­feld der Kanz­le­rin. Soll­te es beim früh­zei­ti­gen Aus blei­ben, müss­te die RAG an­geb­lich drei Berg­wer­ke vor­zei­tig schlie­ßen und 6800 ih­rer ver­blie­be­nen 25000 Berg­leu­te be­triebs­be­dingt kün­di­gen. Al­lei­ne die Kos­ten der Ar­beits­lo­sig­keit wür­den Me­dien­be­rich­ten zu­fol­ge um 3,4 Mil­li­ar­den Eu­ro hö­her aus­fal­len als bei ei­nem so­zi­al­ver­träg­li­chen Koh­le­aus­stieg im Jahr 2018.

Der Bund der Steu­er­zah­ler for­der­te die Bun­des­re­gie­rung in­des da­zu auf, die Po­si­ti­on der EU-Kom­mis­si­on zu ak­zep­tie­ren und den sub­ven­tio­nier­ten St­ein­koh­le­berg­bau in Deutsch­land so schnell wie mög­lich zu be­en­den.

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