Wes­tLB will Auf­schub in Brüssel

Rheinische Post Goch - - Wirtschaft -

DÜSSELDORF (gw) Seit ges­tern lo­ten die Wes­tLB und die Bay­ernLB aus, ob es Sinn macht, Ge­sprä­che über ei­ne Fu­si­on zu füh­ren. Die­ser Vor­ab-Check läuft in ei­ner Ar­beits­grup­pe ab, de­ren Mit­glie­der sich dem Ver­neh­men nach ges­tern in Frank­furt tra­fen. In den nächs­ten Wo­chen soll die Ent­schei­dung dar­über fal­len, ob der Zu­sam­men­schluss ernst­haft ver­folgt wird.

Der­weil sucht die Wes­tLB wei­ter­hin nach ei­nem Käu­fer für ih­re Toch­ter West­deut­sche Im­mo­bi­li­en­bank (We­st­Im­mo), die sie auf Druck der Eu­ro­päi­schen Uni­on ver­äu­ßern muss. Ei­gent­lich soll­te das bis zum Jah­res­en­de ge­sche­hen sein, doch die Wes­tLB fin­det zu ih­ren Be­din­gun­gen ein­fach kei­nen Käu­fer. Dem Ver­neh­men nach wol­len die in Fra­ge kom­men­den Fi­nanz­in­ves­to­ren auf kei­nen Fall mehr als 500 Mil­lio­nen Eu­ro zah­len. Aber die hal­be Mil­li­ar­de ist der Wes­tLB zu we­nig, weil ih­re Toch­ter mit ei­nem hö­he- ren Wert in den Bü­chern steht. Des­we­gen ver­sucht die Wes­tLB, die EUKom­mis­si­on über die Bun­des­re­gie­rung zu ei­nem Auf­schub zu be­we­gen. Das Ar­gu­ment: Die Eu­ro­päi­sche Uni­on kön­ne nicht dar­an in­ter­es­siert sein, dass die Wes­tLB um den Preis von Buch­ver­lus­ten schrump­fe. Es müs­se da­her viel­mehr al­les ge­tan wer­den, um die Ve­rän­de­run­gen bei den deut­schen Lan­des­ban­ken pro­blem­los in die We­ge zu lei­ten.

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