Fahr­rad­tour am Nie­der­rhein

An son­ni­gen Herbst­ta­gen lässt sich die bun­te Na­tur be­son­ders gut mit dem Rad er­kun­den. OPINIO-Au­tor Klaus Bloch­witz hat sich mit sei­ner Ka­me­ra auf den Weg ge­macht und herbst­li­che Im­pres­sio­nen fest­ge­hal­ten.

Rheinische Post Goch - - Weitsicht -

Neu­lich hat­ten wir am Nie­der­rhein und auch rings­um in Net­te­tal herr­li­ches Wet­ter. Ein fast baye­ri­scher, blau wei­ßer Him­mel spann­te sich von Ho­ri­zont zu Ho­ri­zont und mit­ten dar­in strahl­te die Son­ne. Was lag al­so nä­her, das Wet­ter mit ei­ner län­ge­ren Fahr­rad­tour aus­zu­nut­zen? Ich nahm mir mei­ne Ka­me­ra und hol­te das Fahr­rad aus der Ga­ra­ge. We­nig spä­ter klin­gel­te ich bei Franz, zu­sam­men hol­ten wir Erich ab.

Am Dor­fen­de bo­gen wir links in Rich­tung Bocholt ein. Gleich hier mach­ten wir un­se­re ers­ten Auf­nah­men von bun­ten Blü­ten, ver­färb­tem Laub und Kas­ta­ni­en. In Bocholt an­ge­kom­men wur­den Fo­tos von dem Bau­ern­gar­ten ge­macht, der sich in vol­ler Pracht dar­bot.

„Ich ken­ne noch ei­nen rich­tig schö­nen Bau­ern­gar­ten“, kam es von Erich und Franz so­fort: “Bau­ern­gär­ten? Ken­ne ich auch ei­ni­ge.“ „Na, dann ha­ben wir ja schon ein Ziel“, freu­te ich mich.

Auf der Wei­de vor der Burg Bocholt gras­ten zwei Kalt­blü­ter, auf der an­de­ren Sei­te ruh­te wie­der­käu­end ei­ne Her­de Schwarz­bun­ter. Hin­ter der Burg Bocholt ( die An­la­ge steht üb­ri­gens zum Ver­kauf) bog Erich rechts ab, und Franz und ich folg­ten ihm. Ge­müt­lich roll­ten un­se­re Fahr­rä­der auf dem glat­ten Wirt­schafts­weg.

Die Fel­der sind ab­ge­ern­tet

Zwi­schen­durch stopp­ten wir, wenn ei­ner von uns ein Fo­to schie­ßen woll­te. Das Land sah mit den ab­ge­ern­te­ten Fel­dern noch wei­ter aus als sonst. Wir bo­gen nach links Rich­tung Hins­beck ab, sa­hen ei­nen Mo­ment den Bau­ern bei der Kar­tof­fel­ern­te zu und fuh­ren we­nig spä­ter noch Mal rechts, weil Erich uns den Bau­ern­gar­ten zei­gen woll­te. Lei­der woll­te der Hof­hund ir­gend­wie nicht, dass wir nä­her ka­men. Wir fuh­ren das Stück zu­rück und fuh­ren wei­ter Rich­tung Hins­beck, über­all wa­ren ver­färb­te Bäu­me zu se­hen, der Herbst war un­über­seh­bar. Franz hat­te sei­nen Spaß dar­an, wie die Krä­hen und Mö­wen sich ge­gen­sei­tig jag­ten. „Tä­tä­tär­ä­tä.“ Kam es von Franz und er wies auf ei­nen wei­te­ren Bau­ern­gar­ten, mal ganz an­ders ge­stal­tet, sehr or­dent­lich durch die Buchs­baum­he­cke.

In Hins­beck muss­te Franz na­tür­lich sei­ne Pau­se ha­ben, Erich und ich lie­ßen uns ei­nen Eis­be­cher schme­cken, Franz be­vor­zug­te ein Bau­ern-Früh­stück. Franz woll­te es sich ge­ra­de sich rich­tig in sei­nem Ses­sel be­quem ma­chen, als Erich en­er­gisch sag­te: „Nichts da, wei­ter geht es!“ Knöt­ternd folg­te Franz der Auf­for­de­rung.

Wun­der­schö­ne Bau­ern­gär­ten

Et­was au­ßer­halb von Hins­beck zeig­te ich den bei­den Män­nern dann „mei­nen“ Bau­ern­gar­ten und Franz sag­te grin­send: „Jetzt kön­nen wir glatt ei­nen Wett­be­werb ver­an­stal­ten.“ Wir muss­ten or­dent­lich in die Pe­da­le tre­ten, weil die Stra­ße auf­wärts ging. Oben auf den Hins­be­cker Hü­gel an­ge­kom­men, zeig­te Franz, schwer schnau­fend, auf­ge- regt noch oben. Da kreis­te ge­nau über uns ein ziem­lich gro­ßer Vo­gel. Lei­der konn­te kei­ner von uns die Vo­gel­art er­ken­nen. Erich mein­te, es könn­te ein Mäu­se­bus­sard ge­we­sen sein, die­se Vö­gel be­kom­men ei­ne Spann­wei­te bis zu ei­nem Me­ter drei­ßig.

Bis wir die Ka­me­ras in den Hän­den hat­ten, war der Vo­gel na­tür­lich ver­schwun­den. Et­was ver­är­gert schwang sich Franz auf sein Fahr­rad. Et­was au­ßer­halb von Hins­beck, auf hal­ben Weg nach Wach­ten­donk, zeig­te ich den bei­den Män­nern noch ei­nen Bau­ern­gar­ten und Franz wie­der­hol­te grin­send: „Jetzt kön­nen wir den Wett­be­werb ver­an­stal­ten.“

Ge­nüss­lich ra­del­ten wir die leicht ab­schüs­si­ge Stra­ße, am Ran­de von Grefrath vor­bei, nach Schlie­beck, muss­ten hier noch ein­mal or­dent­lich in die Pe­da­le tre­ten und fuh­ren dann durch die Fel­der zu­rück nach Dyck. Wei­te­re Fo­tos der Rad­tour fin­det man am ein­fachs­ten, in­dem man auf das Au­to­ren­pro­fil von Klaus Bloch­witz klickt.

Blick­fän­ger: Die­se Blü­ten er­strah­len noch in gel­ber Pracht und er­freu­en das Au­ge des Be­trach­ters.

In Bau­ern­gär­ten zeigt sich die gan­ze Viel­falt der Na­tur, die Bee­te sind je­doch klar struk­tu­riert.

Von KLAUS BLOCH­WITZ (68), kfm. An­ge­stell­ter aus Net­te­tal. OPINIO-Nick: Klaus Bloch­witz.

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