Ue­fa muss den Fuß­ball schüt­zen

Rheinische Post Goch - - Sport -

Kra­wall­brü­der gibt es in je­dem An­hang. Und die meis­ten Fuß­ball-Ver­bän­de pla­gen sich mit Fans her­um, um de­ren Un­ter­stüt­zung sie ei­gent­lich nicht ge­be­ten ha­ben. Vi­el­leicht ist das auch in Ser­bi­en so. Des­halb ist die Bit­te um Ent­schul­di­gung für die hef­ti­gen Aus­schrei­tun­gen von Ge­nua, die nun na­ment­lich von po­li­ti­scher Sei­te vor­ge­tra­gen wird, wohl auch glaub­haft.

Aber schon die Spie­ler ha­ben sich nicht ge­ra­de so ver­hal­ten, als sei­en sie von Ab­scheu ge­gen­über je­nem Pack er­füllt, das den Spiel­ab­bruch in Ita­li­en pro­vo­zier­te. Wer mit dem Gruß der Ul­tra­na­tio­na­lis­ten in die Kur­ve geht, der setzt sich dem Ver­dacht­aus,schlim­mesGe­dan­ken­gut zu­min­dest zu dul­den.

Die Ue­fa muss den eu­ro­päi­schen Fuß­ball vor sol­chen Ver­bre­chern schüt­zen. Da hat sie nur zwei Mög­lich­kei­ten: Die Ge­walt­tä­ter von Ge­nua müs­sen mit welt­wei­tem Sta­di­on­ver­bot be­legt wer­den, da­mit sie sich nicht wei­ter in der Öf­fent­lich­keit son­nen kön­nen. Und der ser­bi­sche Ver­band, der viel zu lo­cker mit dem brau­nen An­hang und den Sym­pa­thi­san­ten im ei­ge­nen Team um­geht, muss def­tig be­straft wer­den. Vi­el­leicht bringt ei­ne län­ge­re Wett­be­werbs­sper­re ein paar we­sent­li­che Funk­tio­nä­re zum Nach­den­ken. Wenn’s bei den Fans schon nicht klappt. pet

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