Spi­on an der Kas­se

Rheinische Post Goch - - Stimme Des Westens -

DVON THORS­TEN BREIT­KOPF

as Be­zah­len mit EC-oder Kre­dit­kar­te ist für Men­schen heu­te so selbst­ver­ständ­lich ge­wor­den wie Te­le­fo­nie­ren oder Au­to­fah­ren. Plas­tik­geld sorgt für Be­quem­lich­keit, macht es doch den Gang zum Schal­ter na­he­zu über­flüs­sig. Bank und Han­del er­spart es die teu­re Bar­geld­hal­tung. Es ist völ­lig in Ord­nung, dass der Ein­zel­händ­ler bei der Bank nach­fragt, ob der Kun­de über­haupt li­qui­de ist. Dass die Bank Da­ten spei­chert, ge­schieht eben­falls mit Ge­neh­mi­gung des Kun­den. Bis hier­her han­deln Ban­ken und Händ­ler trans­pa­rent. Dass bei­de aber ei­nem un­be­kann­ten Drit­ten Ein­blick in die Kun­den­da­ten ge­ben, ist un­red­lich. Der Zah­lungs­netz­be­trei­ber Ea­sy­cash ist ein sol­cher Un­be­kann­ter. Er dürf­te dem nor­ma­len Su­per­markt­zah­ler bis vor we­ni­gen Wo­chen kaum ein Be­griff ge­we­sen sein. Kaum ei­nem Kun­den ist al­so be­wusst, dass ne­ben Bank und Händ­ler auch noch Ea­sy­cash Da­ten sam­melt. Wenn die­ser Spi­on oh­ne Zu­stim­mung des Kun­den Da­ten er­hebt, bün­delt, aus­wer­tet und mög­li­cher­wei­se für Geld ver­kauft, ist das ein Skan­dal. Da­ten­schüt­zer soll­ten wei­ter wach­sam sein. Han­del und Ban­ken müs­sen ih­ren Kun­den of­fen und un­auf­ge­for­dert mit­tei­len, wer wel­che In­for­ma­tio­nen wann und zu wel­chem Zweck er­hebt. Sonst ver­liert der Kun­de schnell das Ver­trau­en. BE­RICHT: DA­TEN­SCHÜT­ZER PRÜ­FEN . . ., TI­TEL­SEI­TE

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