Pi­la­was Zu­schau­er blo­ckie­ren See­not­ruf

Rheinische Post Goch - - Gesellschaft -

MAINZ (di­do) Als Jörg Pi­la­wa bei der Pre­mie­re der ZDF-Show „Ret­tet die Mil­li­on“ mit ei­ner Fra­ge die Num­mer der See­notret­tung „ver­ra­ten“ hat­te, war ihm wohl klar: Das hat Fol­gen. Zu­min­dest bat er so­gleich al­le Zu­schau­er: „Bit­te ru­fen Sie da jetzt nicht an.“ Sonst kön­ne der Notruf blo­ckiert wer­den.

Ge­nau das ge­schah tat­säch­lich. So­fort nach­dem die Num­mer ge­nannt wor­den war, klin­gel­te es bei der See­notret­tung laut ih­rem Spre­cher, Chris­ti­an Sti­pel­dey, im Se­kun­den­takt. Mehr als 500 An­ru­fe sei­en es ge­we­sen. Es sei nicht aus­zu­den­ken, wenn die­se Stö­rung wäh­rend ei­nes See­not­falls auf­ge­tre­ten wä­re.

Wäh­rend Jörg Pi­la­wa die Ri­si­ken der Fra­ge er­kann­te, hat­te die Re­dak­ti­on im Vor­feld dar­über nicht nach­ge­dacht. „Man kann nicht al­le Even­tua­li­tä­ten ab­wä­gen“, mein­te ein ZDF-Spre­cher. Künf­tig wür­den No­t­ruf­num­mern aber si­cher nicht mehr in der Show ge­nannt.

Und auch sonst wird sich an der Pi­la­wa-Show ei­ni­ges än­dern. Stu­dio-Zu­schau­er durf­ten wäh­rend der sie­ben­stün­di­gen Auf­zeich­nung nicht zur Toi­let­te, hieß es. Jörg Pi­la­wa sag­te: „Es tut mir ex­trem leid. Wir wer­den die Ab­läu­fe kom­plett neu ge­stal­ten. So et­was wird nie wie­der pas­sie­ren.“

Und auch wenn 6,06 Mil­lio­nen Fern­seh-Zu­schau­er die Show ver­folg­ten – sie braucht be­reits nach der Pre­mie­re neue Ide­en. Kan­di­da­ten, die vor al­lem Eu­ro-Bün­del um­her­tra­gen, fes­seln si­cher nicht mehr oft so vie­le TV-Zu­schau­er.

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