ACS-Chef Pe­rez kann nicht rech­nen

Rheinische Post Goch - - Wirtschaft -

An­fangs sah es aus, als kön­ne die spa­ni­sche ACS bei Hoch­tief durch­mar­schie­ren. Der Bau­kon­zern wird an der Bör­se un­ter Wert ge­han­delt, die Spa­nier ha­ben schon 30 Pro­zent. Und nach­dem der ers­te Hed­ge­fonds sei­ne Sym­pa­thie mit ACS si­gna­li­siert hat, schien den Spa­ni­ern auch der 20-Pro­zen­tB­lock aus der Grup­pe der Hed­ge­fonds schon zu­zu­flie­gen.

Aber die Spa­nier ha­ben sich von der bie­de­ren Fas­sa­de des Hoch­tie­fMa­nage­ments täu­schen las­sen. Die Gift­pil­len, die Hoch­tief-Chef Lüt­ke­strat­köt­ter Stück für Stück aus­packt, be­gin­nen zu wir­ken. Plötz­lich braucht die ACS mal eben bis zu sechs Mil­li­ar­den Eu­ro fri­sches Geld, um die Über­nah­me durch­zie­hen zu kön­nen. Ei­ne Ka­pi­tal­er­hö­hung die­ser Grö­ßen­ord­nung mit­ten in der Über­nah­me­schlacht durch­peit­schen zu müs­sen, zeigt, dass ACS-Chef Flo­ren­ti­no Pe­rez ei­nen ge­wal­ti­gen Re­chen­feh­ler ge­macht ha­ben muss. Wahr­schein­lich in Aus­tra­li­en, wo das trick­rei­che Hoch­tief-Ma­nage­ment der­zeit durch­set­zen will, dass ACS für die aus­tra­li­sche Hoch­tief-Toch­ter Leigh­ton ein teu­res Ex­tra-An­ge­bot ab­ge­ben muss. Lang­sam wird’s span­nend. Tho­mas Reisener

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