Mit brei­ter Brust 1. FC Kle­ve

Fuß­ball-NRW-Li­ga: Der gas­tiert am Sonn­tag um 15 Uhr bei der Spiel­ver­ei­ni­gung Er­ken­schwick. Ein Ver­ein mit teil­wei­se glor­rei­cher Ver­gan­gen­heit und ak­tu­ell er­nüch­tern­den Er­geb­nis­sen. Die Gast­ge­ber brau­chen den Sieg der­zeit drin­gen­der als die Rot-Blau­en.

Rheinische Post Goch - - Sport Lokal - VON PE­TER JANS­SEN

Schon an der Are­na der Spiel­ver­ei­ni­gung Er­ken­schwick lässt sich er­ken­nen, dass hier mal ein paar gro­ße Na­men zu Gast ge­we­sen sein müs­sen. Das Stim­berg-Sta­di­on fasst 20 000 Zu­schau­er. Der Platz für die Fans wur­de in ers­ter Li­nie für die Zeit von 1974 bis 1976 be­nö­tigt, als die SpVgg. in der 2. Bun­des­li­gaNord um Punk­te spiel­te. Auch in der Sai­son 1980/81 ge­hör­te man der zweit­höchs­ten Spiel­klas­se an. Die Zei­ten sind Ge­schich­te und nicht zu un­recht heißt es, dass man im­mer nur so groß ist wie die Li­ga, in der man spielt. Doch hat der Ver­ein sein Le­ben in der Ver­gan­gen­heit nach heil­sa­men Jah­ren in un­te­ren Klas­sen ab­ge­schlos­sen. Da­von zeugt auch, dass die SpVgg. auf die Ju­gend setzt. Das The­ma Ju­gend­för­de­rung, das bei an­de­ren Klubs häu­fig nur da­zu dient, um auf Jah­res­haupt­ver­samm­lun­gen die Be­leg­schaft zu be­ru­hi­gen, wird bei der SpVgg. auch im All­tag um­ge­setzt. So spielt die A-Ju­gend et­wa in der Bun­des­li­ga. Geg­ner am kom­men­den Wo­che­n­en­de ist der Nach­wuchs von Bo­rus­sia Dort­mund. Der in der Ver­gan­gen­heit chro­nisch klam­me Klub hat es im Ge­gen­satz zum 1. FC Kle­ve of­fen­bar be­reits ge­schafft ei­ne fi­nan­zi­ell so­li­de Si­tua­ti­on zu schaf­fen.

Po­si­ti­ve Grund­stim­mung

Sport­lich sieht es für den Auf­stei­ger aus Er­ken­schwick eher ma­ger aus. Vor­letz­ter Platz, über­sicht­li­che sie­ben Punk­te und of­fen­bar nur ei­nen Mann, der To­re schießt. Da kommt SpVgg.-Trai­ner Jür­gen Wie­lert der 1. FC Kle­ve ge­ra­de recht. „Wir ha­ben zwar zu we­nig Punk­te, doch bin ich mit den spie­le­ri­schen Leis­tun­gen mei­ner Mann­schaft durch­aus zu­frie­den“, sagt Wie­lert. Nur dürf­ten die­se nicht all­zu lan­ge aus­rei­chen, um die po­si­ti­ve Grund- stim­mung bei der SpVgg. nach dem Auf­stieg bei­zu­be­hal­ten. Hin­zu kommt, dass die SpVgg. in der ehr­wür­di­gen Are­na bis­lang noch nicht ei­ne Par­tie ge­win­nen konn­te. Die un­er­freu­li­che Se­rie will Wie­lert dem­nach ge­gen den 1. FC Kle­ve be- en­den: „Der 1. FC hat sei­ne Stär­ken im Of­fen­siv­spiel“, hat auch er er­kannt. Doch weiß Wie­lert auch: „In der NRW-Li­ga sind vie­le Teams vom Ni­veau her sehr eng zu­sam­men, da kann man na­he­zu al­le schla­gen.“ Ei­ner, der da­bei hel­fen soll, ist Ste- fan Oer­ter. Von den bis­lang sie­ben er­ziel­ten To­ren der Er­ken­schwi­cker mar­kier­te er fünf.

Das pri­mä­re Ziel von Kle­ves Trai­ner Georg Kreß ist, die Se­rie der un­be­sieg­ten Spie­le auf sechs aus­zu­bau­en. „Mit ei­nem Sieg wür­den wir so­gar blen­den­de Vor­aus­set­zun­gen für das kom­men­de Heim­spiel ge­gen Win­deck schaf­fen“, blickt Kreß vor­aus. Nach den zu­letzt or­dent­li­chen Auf­trit­ten in der Li­ga, die für ein ge­sun­des Selbst­be­wusst­sein sorg­ten, schramm­te der 1. FC im Ver­bands­po­kal hauch­dünn am Brü­cken­pfei­ler vor­bei. Erst in der Ver­län­ge­rung schaff­te das Team ge­gen die Be­zirks­li­ga-Trup­pe aus Bracht den Ein­zug in die nächs­te Run­de. Die Po­kal-Tor­schüt­zen, die im Spiel­be­richt falsch an­ge­ge­ben wur­den, wa­ren: Ma­ri­us So­wis­lo (4) und Jo­nas Kre­mer.

Beim 1. FC Kle­ve ist der­zeit zu­min­dest die sport­li­che Si­tua­ti­on aus­kömm­lich. Kreß be­tont, dass es bis Weih­nach­ten dau­ern wird, um sich von dem Ka­ta­stro­phen­start mit vier Nie­der­la­gen zu er­ho­len. Der nächs­te Schritt zur Ge­ne­sung, kann in Er­ken­schwick ge­tan wer­den. Dort freut man sich auf das Du­ell ge­gen den Trai­ner Georg Kreß. Beim letz­ten Auf­ein­an­der­tref­fen zwi­schen der SpVgg. und Kreß war die­ser noch Coach von Preu­ßen Müns­ter. Er­ken­schwick sieg­te 1:0 und Kreß war die längs­te Zeit dort Übungs­lei­ter. Si­cher ist vor dem Du­ell, das wird nach dem Spiel ge­gen den 1. FC nicht pas­sie­ren. Auch nicht bei ei­ner 0:1-Plei­te.

RP-FO­TO: KLAUS-DIE­TER STADE

Kle­ves Ma­ri­us So­wis­lo (vor­ne) trifft der­zeit aus­ge­zeich­net. Be­ne­dikt Ko­ep (2. v. r.) ist nach sei­ner aus­ku­rier­ten Er­käl­tung in Er­ken­schick wie­der da­bei.

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