Die Pas­sat-Kon­kur­renz

Kon­kur­renz ist stark. Ein Über­blick.

Rheinische Post Goch - - Auto& Mobil - VON HOL­GER HOL­ZER

Be­hut­sa­me Ver­bes­se­run­gen kenn­zeich­nen die Neu­auf­la­ge des VW Pas­sat, der ab Mit­te No­vem­ber beim Händ­ler steht. So sind die Neue­run­gen an dem Wolfs­bur­ger Kom­bi zu­nächst vor al­lem kos­me­ti­scher Art: Ei­ne nun im Stil der Mar­ke ge­stal­te­te Front mit schma­lem Küh­ler­grill und zur Mit­te hin spitz zu­lau­fen­den Schein­wer­fern lässt das Au­to brei­ter, aber zu­gleich ele­gan­ter wir­ken. Das um­strit­te­ne ba­ro­cke „Chromlätz­chen“ des Vor­gän­gers ge­hört der Ver­gan­gen­heit an. An der Sei­te stre­cken neue Fal­ten im Blech die Ka­ros­se­rie optisch in die Län­ge, kan­ti­ge­re Heck­leuch­ten er­set­zen die al­ten Ex­em­pla­re mit den kreis­run­den Aus­buch­tun­gen. An den Ab­mes­sun­gen und am Platz­an­ge­bot än­dert sich je­doch nichts.

Über­ar­bei­tet wur­de auch der In­nen­raum. Hier ha­ben die De­si­gner neue Ma­te­ria­li­en ein­ge­setzt, so dass der Pas­sat den Ver­gleich mit Pre­mi­um­Wett­be­wer­bern nicht scheu­en muss. Eben­falls prot­zen kann die Wolfs­bur­ger Mit­tel­klas­se mit zahl­rei­chen tech­ni­schen Fi­nes­sen, die bis­lang eher in obe­ren Klas­sen an­zu­tref­fen wa­ren. So gibt es un­ter an­de­rem den Fern­lich­tas­sis­ten­ten aus dem Phae­ton so­wie ei­ne Ra­dar­über­wa­chung des „To­ten Win­kels“. Die Ba­sis­ver­si­on mit dem 90 kW/122 PS-Ben­zi­ner gibt es ab rund 26 000 Eu­ro. Der preis­wer­tes­te Die­sel leis­tet 77 kW/105 PS und kos­tet rund 28 000 Eu­ro.

Preis­lich liegt der Pas­sat da­mit wie bei VW üb­lich zwi­schen den an­de­ren Vo­lu­men­her­stel­lern auf der ei­nen Sei­te und den Pre­mium­mar­ken auf der an­de­ren. Zur ers­ten Ka­te­go­rie ge­hört der

vom VW-Dau­er­kon­kur­ren­ten Opel. Die seit An­fang 2009 ge­bau­te Rüs­sels­hei­mer Kom­bi-In­ter­pre­ta­ti­on setzt we­ni­ger auf ma­xi­ma­les Rau­m­an­ge­bot als auf ei­ne schnit­ti­ge De­si­gn­li­nie. Das ab­fal­len­de Dach und die schräg­ste­hen­de Heck­klap­pe ma­chen ihn trotz der be­trächt­li­chen Län­ge von 4,91 Me­ter zum klas­si­schen Li­fe­sty­lekom­bi. Die Prei­se star­ten bei 23 490 Eu­ro für die Ver­si­on mit dem 85 kW/115 PS star­ken Ein­stiegs­ben­zi­ner; wer ei­nen Die­sel will, zahlt min­des­tens 25 090 Eu­ro für die Ver­si­on mit 81 kW/110 PS.

La­de­meis­ter statt Li­fe­sty­lemo­bil ist der frisch ge­lif­te­te

Er ver­fügt über ei­nes der größ­ten Ge­päck­ab­tei­le sei­ner Klas­se so­wie ei­ne un­ge­wöhn­lich ho­he Zu­la­dung. Und auch den Pas­sa­gie­ren bie­tet er über­durch­schnitt­lich viel Raum. Trotz­dem fährt sich der Mon­deo wie von Ford ge­wohnt ver­gleichs­wei­se agil. Die Mo­to­ren­pa­let­te star­tet mit ei­nem 88 kW/122 PS star­ken Ben­zi­ner (24 800 Eu­ro). Ein­stiegs­die­sel ist ein 85 kW/115 PS star­ker Vier­zy­lin­der (27 550 Eu­ro). Als ei­ner der we­ni­gen Ver­tre­ter sei­ner Klas­se kann der Mon­deo auch mit Au­to­gas­an­trieb ab Werk ge­or­dert wer­den.

Ob­wohl der Mit­tel­klas­se­kom­bi als sol­cher vor al­lem ein deut­sches Phä­no­men ist, gibt es auch bei den Im­por­teu­ren ge­räu­mi­ge La­de­meis­ter. Vorn in der Best­sel­ler­lis­te fährt der

mit, der trotz dy­na­mi­scher Dach­li­nie über- ra­schend viel Platz im In­nen­raum bie­tet. Seit dem Face­lift zur Jah­res­mit­te gibt es au­ßer­dem fri­sche­res De­sign und ei­ne über­ar­bei­te­te Mo­to­ren­pa­let­te. Zu­dem ge­hört der Ja- pa­ner zu den preis­wer­tes­ten Mo­del­len sei­ner Art. Die 88 kW/120 PS star­ke Ein­stiegs­ver­si­on gibt es ab 23 690 Eu­ro, den 95 kW/129 PS star­ken Die­sel für 25 890 Eu­ro.

Auf Sei­ten der Pre­mi­um­wett­be­wer­ber lie­fern sich Au­di, BMW und Mer­ce­des seit Jah­ren ein hei­ßes Ren­nen um die Plät­ze hin­ter dem Wolfs­bur­ger Best­sel­ler. Ge­räu­migs­ter Ver­tre­ter ist das

dem mo­der­ne Li­fe­style-Al­lü­ren weit­ge­hend fremd sind. Die Mo­to­ren­pa­let­te ist um­fang­reich und bie­tet un­ter an­de­rem ei­ne neue Ge­ne­ra­ti­on von Ben­zin-Di­rekt­ein­sprit­zern. Die Preis­lis­te star­te­te bei 33 975 Eu­ro für den 115 kW/156 PS star­ken Ben­zi­ner.

Mit gro­ßem All­rad­an­ge­bot war­tet Au­di auf: Den gibt es gleich in sie­ben 4x4-Va­ri­an­ten, zu­sätz­lich gibt es das auch optisch zum Of­f­roa­der auf­ge­mö­bel­te Mo­dell All­road. Beim Platz­an­ge­bot muss der Au­di-Kun­de al­ler­dings Ein­schrän­kun­gen hin­neh­men, die Ge­päck­raum­grö­ße ist durch­schnitt­lich. Der Ba­sis­preis für den 88 kW/120 PSBen­zi­ner liegt bei 26 000 Eu­ro.

Noch et­was schma­ler ge­schnit­ten tritt der

auf, da­für gibt es prak­ti­sche De­tails wie ei­ne auf­klapp­ba­re Heck­schei­be. Fast egal, wel­chen Mo­tor man wählt – meist ist man spar­sa­mer un­ter­wegs als mit der Kon­kur­renz. Denn die Münch­ner ha­ben als ers­ter Her­stel­ler kon­se­quent auf Ver­brauchs­re­du­zie­rung ge­setzt und bie­ten fast durch­ge­hend Start-Stopp-Sys­tem, Brems­kraft­rück­ge­win­nung und an­de­re Spar­hel­fen an. Der Ein­stiegs­preis liegt bei 30 350 Eu­ro für den 105 kW/143 PSBen­zi­ner. sp-x

FO­TOS (7): SP-X

Best­sel­ler Der neue VW Pas­sat soll an den Er­folg sei­nes Vor­gän­gers an­knüp­fen. Beim Face­lift wur­de vor al­lem die Front neu ge­stal­tet.

Spar­sam Der BMW 3er Tou­ring lässt die Kon­kur­renz beim Ver­brauch ste­hen.

Mer­ce­des­Benz C-Klas­se T-Mo­dell,

FO­TO: AU­DI

Grif­fig All­rad-An­trieb gibt es al­lein in sie­ben Au­di A 4 Avant-Mo­del­len.

Ge­räu­mig Die größ­te La­de­flä­che und viel Bein­frei­heit für die Pas­sa­gie­re hat der Ford Mon­deo.

Tech­nisch Die C-Klas­se von Mer­ce­des punk­tet mit ei­ner brei­ten Mo­to­ren­pa­let­te.

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