Ford Fo­cus – der Kum­pel Fahr­be­richt Ford

Er ist vi­tal und an­ge­nehm lei­se, zu­ver­läs­sig, kompakt – mit dem neu­en Spar­mo­dell auch güns­tig. Ein Wa­gen, mit dem man sich be­freun­den kann.

Rheinische Post Goch - - Auto& Mobil - VON LOTHAR SCHRÖDER

Das Ver­hält­nis zwi­schen ei­nem Au­to­mo­bil und sei­nem Be­sit­zer ist seit je ein kom­ple­xes: Mal ist es von blin­der Lei­den­schaft ge­trie­ben – und ist al­so jen­seits al­ler ge­bo­te­nen Ver­nunft an­ge­sie­delt; ein an­de­res Mal nimmt es die Form ei­nes küh­len, zweck­ori­en­tier­ten Ar­beits­ver­hält­nis­ses an. Manch­mal aber ist es auch nur ei­ne di­cke Freund­schaft: das Fahr­zeug als ver­läss­li­cher Kum­pel, mit dem man nicht im­mer ei­ner Mei­nung sein muss, mit dem man sich aber im­mer wie­der ver­trägt und ver­söhnt. Ein sol­cher Typ ist der neue Fo­cus.

Darf man al­so mit den klei­ne­ren Zwis­tig­kei­ten an­he­ben, die ei­nem wi­der­fah­ren sind? Das Na­vi ist – ehr­lich ge­sagt – nicht im­mer gut, nicht sehr über­sicht­lich und manch­mal auch ein we­nig kryp­tisch. Wer mit­ten auf der Au­to­bahn die freund­lich ge­spro­che­ne An­wei­sung be­kommt, bit­te zu wen­den, soll­te der Tech­nik schon aus Si­cher­heits­grün­den aus­nahms­wei­se kein Ge­hör schen­ken. Der Wen­de­kreis selbst ist ko­mi­scher­wei­se et­was groß und be­rei­tet in äl­te­ren Park­häu­sern et­was Müh­sal. Und zu­min­dest ge­wöh- nungs­be­dürf­tig ist der klo­big ge­ra­te­ne Au­dio-He­bel, mit dem sich mit­tels „Voice-Tas­te“ et­li­che Funk­tio­nen von Ra­dio und CD al­lein mit der Stim­me be­die­nen las­sen. Das ist ir­gend­wie ganz nett, aber letzt­lich ist es doch kaum mehr als ei­ne Spie­le­rei. Emp­feh­lens­wer­ter wä­re ei­ne prak­ti­sche Be­die­nung übers Lenk­rad ge­we­sen.

Ge­nug ge­nör­gelt; man will es sich mit dem Kum­pel ja auch nicht ver­scher­zen. Zu­mal die Eco­ne­tic-Va­ri­an­te noch als Spar­mo­dell da­her­kommt und wir in­zwi­schen bei sol­chen Mo­del­len das Ge­fühl ha­ben, mit je­dem ge­fah­re­nen Ki­lo­me­ter der Um­welt ge­ra­de­wegs et­was Gu­tes zu tun. Und so ist der Die­sel­ver­brauch beim Ford Fo­cus auch or­dent­lich und be­acht­lich, wenn­gleich nicht im­po­sant. Man bringt ihn schon auf vier­ein­halb bis fünf Li­ter, doch wer es aber noch spar­sa­mer ha­ben oder gar auf die im Pro­spekt an­ge­ge­be­nen 3,8 Li­ter kom­men will, wird das Ge­fährt wohl schie­ben müs­sen.

Doch es bleibt be­ein­dru­ckend, dass die­ses Spar­mo­dell von Ford le­dig­lich 100 Eu­ro mehr kos­tet als der ganz nor­ma­le Die­sel. Al­ler­dings soll­te man sich dann gleich auch die sehr an­ge­neh­me Start-Stop­pAu­to­ma­tik gön­nen, die mit 500 Eu­ro zu Bu­che schlägt.

Nun ist ein Au­to ja nicht aus­schließ­lich zum Wen­den, Fremd­na­vi­gie­ren oder Spa­ren da, son­dern zum Fah­ren. Und da wird der Ford Fo­cus Eco­ne­tic dann wirk­lich zum gu­ten Kum­pel, der sich mit 109 PS agil und vi­tal gibt. Es ist mit die­sem aus­ge­reif­ten Fahr­werk ein­fach ei­ne Freu­de, den Fo­cus flott zu be­we­gen. Kurz­um: ein rund­um so­li­des, ver­läss­li­ches Au­to, mit ei­ner an­spre­chen­den, da­bei nicht son­der­lich auf­re­gen­den In­nen­aus­stat­tung, mit ei­nem gro­ßen Kof­fer­raum und ei­nem auch bei hö­he­ren Ge­schwin­dig­kei­ten an­ge­nehm lei­sen Ag­gre­gat. Ei­nen Kum­pel be­denkt man nicht mit Lie­bes­er­klä­run­gen, son­dern denkt sich ein­fach nur: Schön, dass er da ist.

Al­les un­ter Kon­trol­le Der Ford Fo­cus Eco­ne­tic lehrt per An­zei­ge das Spa­ren.

Au­ßen­wir­kung Hier ver­rät er sei­nen Cha­rak­ter: agil, kompakt, dy­na­misch.

FO­TOS (3): FORD

In­nen­aus­stat­tung Nicht auf­re­gend, aber ge­schmack­voll.

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