Star­ke Grü­ne an ih­rer Sei­te

Rheinische Post Goch - - Stimme Des Westens -

DÜSSELDORF (gmv) Syl­via Löhr­mann ist ges­tern in den Ur­laub ge­star­tet. Seit sie stell­ver­tre­ten­de Mi­nis­ter­prä­si­den­tin und Schul­mi­nis­te­rin ist, bleibt der So­lin­ge­rin kaum Zeit zum Durch­at­men. Die Re­for­men in der Bil­dungs­po­li­tik wur­den um­ge­hend auf den Weg ge­bracht. Zu den wich­tigs­ten Zie­len ge­hört die Ein­füh­rung der Ge­mein­schafts­schu­le. Löhr­mann freut sich über die Sym­pa­thie, die dem Pro­jekt auch aus CDU-ge­führ­ten Kom­mu­nen ent­ge­gen­ge­bracht wird. Rei­ner Prig­gen, Frak­ti­ons­chef der Grü­nen, ver­brei­tet süf­fi­sant, dass auch Pul­heim, die Hei­mat­stadt des frü­he­ren Mi­nis­ter­prä­si­den­ten Jür­gen Rütt­gers, sich für ei­ne Ge­mein­schafts­schu­le in­ter­es­siert.

Löhr­mann und Mi­nis­ter­prä­si­den­tin Kraft ver­bin­det zwar kei­ne per­sön­li­che Freund­schaft, aber sie pfle­gen ei­nen ver­trau­ens­vol­len Um­gang auf Au­gen­hö­he. Löhr­mann ist die Front­frau der selbst­be­wuss­ten Grü­nen. Nach­dem es in der Start­pha­se den An­schein hat­te, als sei sie der „heim­li­che Kopf“ der Re­gie­rung, hat sich die frü- he­re Gym­na­si­al­leh­re­rin da­nach in der Au­ßen­dar­stel­lung eher zu­rück­ge­hal­ten. „Sie spielt ih­re Stär­ken nicht aus“, heißt es. Ein Kon­flikt zwi­schen den Spit­zen­frau­en ist bis­lang nicht nach au­ßen ge­drun­gen. Strit­ti­ge The­men in der In­dus­trie-und Ver­kehrs­po­li­tik wur­den nicht zu­ge­spitzt. Soll­te es zu Neu­wah­len kom­men, wä­re Löhr­mann die Num­mer eins der Grü­nen. Man­che träu­men da­von, dass Grün mehr Stim­men er­hiel­te als Rot. Löhr­mann kön­ne auch Mi­nis­ter­prä­si­den­tin, heißt es.

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