Ost­see-Fäh­re brennt seit ei­ner Wo­che

Rheinische Post Goch - - Gesellschaft -

LAN­GE­LAND (dapd) Mehr als ei­ne Wo­che nach der Ex­plo­si­on auf der „Lis­co Glo­ria“ pum­pen Ber­gungs­ex­per­ten wei­ter Lösch­was­ser aus dem ha­va­rier­ten Ost­see-Fähr­schiff. Bis ges­tern sei­en über 200 Ton­nen ver­schmutz­tes Was­ser aus dem 200 Me­ter lan­gen Schiff ab­ge­lei­tet wor­den, sag­te Ree­der­ei­spre­cher Gert Ja­kob­sen. Es wur­de in ei­nem Last­kahn auf­ge­fan­gen.

Das Lösch­was­ser be­ein­träch­tigt die Sta­bi­li­tät der vor der dä­ni­schen In­sel Lan­ge­land lie­gen­den Fäh­re und be­hin­dert zu­dem die wei­te­ren Lösch­ar­bei­ten, die ges­tern fort­ge­setzt wur­den. „Es gibt nach wie vor klei­ne­re Brän­de an Bord“, sag­te Ja­kob­sen. Lkw-La­dun­gen mit Rei­fen und Baum­wol­le auf der ha­va­rier­ten Ost­see-Fäh­re er­schwer­ten die Lösch­ar­bei­ten, weil sie lan­ge glüh­ten. Rund ein Fünf­tel der auf dem Schiff trans­por­tier­ten Lkw und Trai­ler war durch das Feu­er und das Lösch­was­ser un­be­schä­digt ge­blie­ben. Wei­ter­hin un­klar sei, wann die Er­mitt­ler von deut­schen Be­hör­den, der Ree­de­rei und der Ver­si­che­rung die Fäh­re erst­mals zur Brand­ur­sa­che be­gut­ach­ten kön­nen. „Da­für ist es der­zeit noch zu ge­fähr­lich“, sag­te Ja­kob­sen und füg­te hin­zu: „Es wird noch ei­ne Wei­le dau­ern, bis wir an Bord kön­nen.“ Pro­blem sind die sehr ho­hen Tem­pe­ra­tu­ren.

Die Fäh­re war in der Nacht zum 9. Ok­to­ber auf dem Weg von Kiel nach Klai­pe­da nach ei­ner Ex­plo­si­on in Brand ge­ra­ten. Al­le 236 Pas­sa­gie­re und Cr­ew­mit­glie­der konn­ten das Schiff recht­zei­tig ver­las­sen.

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