Un­er­klär­ba­rer Leis­tungs­ab­fall

Rheinische Post Goch - - Sport Lokal -

Den Spruch „Hier ha­ben schon ganz an­de­re ver­lo­ren“ durf­ten sich ges­tern nach der 1:5-Plei­te auch Freun­de des 1. FC Kle­ve bei der SpVgg. Er­ken­schwick an­hö­ren. Si­cher­lich rich­tig, nur ist das ein paar Jahr­zehn­te her, als die Gast­ge­ber noch in der 2. Bun­des­li­ga-Nord un­ter­wegs wa­ren. Aus Sicht der Rot-Blau­en wa­ren die 90 Mi­nu­ten im Stim­berg-Sta­di­on ein Spiel wie ein Ver­kehrs­un­fall. Es ist schreck­lich, aber man guckt trotz­dem hin.

Den plötz­li­chen Leis­tungs­ab­fall kann sich auch Kle­ves Trai­ner Georg Kreß nicht er­klä­ren. Zu­letzt wur­den in der Meis­ter­schaft an­spre­chen­den Dar­bie­tun­gen ge­bo­ten. So zu­letzt auch beim 3:1-Heim­sieg ge­gen VfB Hüls. Die Mann­schaft spielt of­fen­bar ex­trem ge­schlos­sen. Ent­we­der ge­schlos­sen gut oder ge­schlos­sen schlecht.

Auf der Su­che nach Grün­den wur­de Kreß kurz nach dem Ab­pfiff nicht fün­dig. Was für den Coach nicht als Er­klä­rung taugt, ist die an­ge­spann­te fi­nan­zi­el­le Si­tua­ti­on beim Kle­ver Aus­hän­ge­schild. Denn, so be­tont der Trai­ner, es ha­ben al­le im­mer pünkt­lich ihr Geld auf dem Kon­to ge­habt.

Die Plei­te tut weh und wie es der­zeit aus­sieht, dürf­ten zwei The­men rund um die Volks­bank-Are­na noch län­ger in der Dis­kus­si­on sein: Zum ei­nen die fi­nan­zi­el­le Si­tua­ti­on und zum an­de­ren der Kampf ge­gen den Ab­stieg. Und so­lan­ge über den noch dis­ku­tiert wird, ist das der­zeit nicht das schlech­tes­te Zei­chen.

PE­TER JANS­SEN

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