Wil­de Kat­zen nicht füt­tern

Ih­re Tier­lie­be und ihr Mit­leid ha­ben ei­ner 84-jäh­ri­gen Rent­ne­rin aus Goch Sor­gen und Är­ger ein­ge­bracht. Sie füt­ter­te ver­wil­der­te Kat­zen, brach­te sie durch den Win­ter. Spä­ter er­fuhr sie: Ein Buß­geld droht.

Rheinische Post Goch - - Grenzland Post -

sie nicht zu­stän­dig“, be­rich­tet die Rent­ne­rin. Es ge­he ja nicht um Fund­tie­re.

Und ge­nau das hör­te die Frau dann auch beim Ord­nungs­amt der Stadt. Es sei­en kei­ne Fund­tie­re. „Und das An­füt­tern wil­der Kat­zen sei zu­dem ver­bo­ten, und es wür­de mit ei­nem Buß­geld be­legt“, er­fuhr die Frau. Ihr Fa­zit: „Hät­te ich die Kat­zen nicht ge­füt­tert, son­dern di­rekt das Amt in­for­miert, hät­te die Stadt für die Un­ter­brin­gung und Ste­ri­li­sie­rung der Tie­re ge­sorgt!“

Streng ge­nom­men müss­te sie jetzt al­so so­fort das Füt­tern ein­stel­len, die Tie­re hun­gern las­sen, bis dann mal je­mand aus der Nach­bar­schaft bei der Stadt an­ruft und mit­teilt, da sei­en un­ver­sorg­te, streu­nen­de, her­ren­lo­se Kat­zen.

Wo­bei – so ein­fach wä­re das Gan­ze dann nicht mehr. Denn da sie in bes­ter Ab­sicht die Tie­re an­ge­füt­tert hat, hat sie sich die­se dann auch schon ir­gend­wie zu­ge­eig­net. „Auf al­le Fäl­le ap­pel­lie­re ich an al­le Freun­de: Zu­ge­lau­fe­ne Kat­zen kei­nes­falls ein­fach füt­tern, son­dern bes­ser die Stadt oder die Ge­mein­de an­ru­fen, da­mit die für die Tie­re sor­gen“, so die Go­che­rin.

RP-FO­TO: HANS-JÜR­GEN BAU­ER (AR­CHIV)

All­zu vie­le Kat­zen su­chen ein Zu­hau­se. So wird die Un­ter­brin­gung in ei­nem Tier­heim oft Dau­er-Lö­sung. Vor dem Hin­ter­grund ist es falsch, streu­nen­de, un­ste­ri­li­sier­te Tie­re zu füt­tern und zur Ver­meh­rung bei­zu­tra­gen.

Newspapers in German

Newspapers from Germany

© PressReader. All rights reserved.