Re­gio­nal­rat gibt grü­nes Licht für den Ge­wer­be­flä­chen­pool

Rheinische Post Goch - - Kreis Kleve - Regional -

NIE­DER­RHEIN (RP) Bei der Ent­wick­lung von Ge­wer­be­flä­chen müs­sen neue We­ge be­schrit­ten wer­den. Die­se Mei­nung ver­tritt Hans-Hu­go Pa­pen, CDU-Mit­glied im Re­gio­nal­rat. „Es ist doch pa­ra­dox: Trotz gro­ßer Flä­chen­re­ser­ven geht die In­an­spruch­nah­me von Frei­raum un­ver­min­dert wei­ter“, kri­ti­siert der Po­li­ti­ker.

Der Grund lie­ge viel­fach auf der Hand: La­ge und Stand­ort­qua­li­tät der an­ge­bo­te­nen Grund­stü­cke ent­sprä­chen oft­mals nicht den An­for­de­run­gen an­sied­lungs­wil­li­ger Un­ter­neh­men. Wie es bes­ser ge­macht wer­den kann, zeig­te die jüngs­te Re­gio­nal­rats­sit­zung. Dort gab es grü­nes Licht für ei­nen „Vir­tu­el­len Ge­wer­be­flä­chen-Pool“ im Kreis Kle­ve. „Mit die­sem Pool soll ein al­ter­na­ti­ver Weg der Re­gio­nal­pla­nung weg von der so ge­nann­ten An­ge­bots­p­la- nung hin zu ei­ner stär­ker nach­fra­ge­ori­en­tier­ten Steue­rung ge­fun­den wer­den“, er­klärt der Pla­nungs­aus­schuss-Vor­sit­zen­de Hans-Hu­go Pa­pen. Hin­ter­grund der Ent­schei­dung war der Ge­wer­be­flä­chenEng­pass ei­ni­ger Kom­mu­nen im Kreis Kle­ve. Gleich­zei­tig ver­füg­ten an­de­re Städ­te und Ge­mein­den in der Nach­bar­schaft über aus­rei­chend Re­ser­ve.

Be­schleu­nig­tes Ver­fah­ren

Nun auf­ge­ho­be­ne Ge­wer­be­räu­me mit ei­ner Grö­ße von ins­ge­samt 194 Hekt­ar wer­den jetzt in ein „Flä­chen­kon­to“ ein­ge­bucht, das un­ter be­stimm­ten Vor­aus­set­zun­gen auf dem Weg ei­nes be­schleu­nig­ten Ver­fah­rens ge­nutzt wer­den kann, wenn Un­ter­neh­men bau­en wol­len. „Über die ef­fi­zi­en­te Nut­zung nach­fra­ge­ge­rech­ter Stand­or­te wird der Pool zu ei­ner nach­hal­ti­gen Re­du­zie­rung der In­an­spruch­nah­me neu­er, frei­er Flä­chen für Sied­lungs-und Ver­kehrs­zwe­cke bei­tra­gen“, ist die CDU im Re­gio­nal­rat über­zeugt. Der Kreis und sei­ne Kom­mu­nen so­wie die Düs­sel­dor­fer Be­zirks­re­gie­rung ha­ben den ent­spre­chen­den lan­des­pla­ne­ri­schen Ver­trag un­ter­zeich­net.

„Im ge­mein­sa­men In­ter­es­se an der wirt­schaft­li­chen Ent­wick­lung kann die Re­gi­on jetzt in­ner­halb des ver­füg­ba­ren Flä­chen­po­ten­zi­als räum­lich und zeit­lich fle­xi­bel auf Nach­fra­gen nach Ge­wer­be­flä­chen re­agie­ren. Das ist vor­bild­lich“, so der CDU-Frak­ti­ons­vor­sit­zen­de Pa­pen. Dar­über hin­aus die­ne der Flä­chen­pool der Wei­ter­ent­wick­lung und Abrun­dung schon be­ste­hen­der Stadt­tei­le und Ge­wer­be­ge­bie­te, er­gänzt der Christ­de­mo­krat.

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