Ge­den­ken an die Ver­trei­bung

Rheinische Post Goch - - Kreis Kleve - Regional -

KREIS KLE­VE (RP) Der Bund der Ver­trie­be­nen (bdV) im Kreis Kle­ve führ­te zur Er­in­ne­rung an die Ver­trei­bung und den Ver­lust der Hei­mat­ge­bie­te jen­seits von Oder und Nei­ße in der Ost­deut­schen Hei­mat­stu­be in Goch sei­ne all­jähr­li­che Ge­denk­ver­an­stal­tung zum Tag der Hei­mat. Sie stand in die­sem Jahr bun­des­weit un­ter dem Leit­wort „Durch Wahr­heit zum Mit­ein­an­der.“ Der Vor­sit­zen­de des BdVK­reis­ver­ban­des, Werner Blietz, ging auf um­strit­te­ne Äu­ße­rung der Prä­si­den­tin des Bun­des der Ver­trie­be­nen, Eri­ka St­ein­bach, über den des pol­ni­schen Deutsch­land­be­auf­trag­ten, Wla­dislaw Bar­toc­zew­ski, ein. Blietz be­grüß­te de­ren Rück­nah­me der Be­lei­di­gung, ver­trat aber die An­sicht, wenn es Bar­toc­zew­ski‘s Auf­ga­be als Deutsch­land­be­auf­trag­ter der pol­ni­schen Re­gie­rung sei, für freund­schaft­li­che Be­zie­hun­gen zu den Deut­schen zu sor­gen, so müs­se er auch die deut­schen Ver­trie­be­nen ein­be­zie­hen, was bis­her nur un­ge­nü­gend ge­sche­hen sei.

Im wei­te­ren Ver­lauf der Ge­denk­ver­an­stal­tung gab Gün­ther Franz­ke (Schle­si­en) ei­nen ge­schicht­li­chen Rück­blick auf die größ­te Schlacht des Mit­tel­al­ters vor 600 Jah­ren, am 15. Ju­li 1410, in der der Deut­sche Rit­ter­or­den vom pol­nisch-li­taui­schen Heer beim ost­preu­ßi­schen Tan­nen­berg/Gr­un­wald ver­nich­tend ge­schla­gen wur­de und auch weit­rei­chen­de Fol­gen für den Deutsch-Or­dens­staat mit sich brach­te. Frie­de­mann Seegmül­ler, Kle­ve, am Kla­vier trug we­sent­lich zur San­ges­freu­de der Teil­neh­mer bei. Mit der drit­ten Stro­phe des Lie­des der Deut­schen schloss die Ge­denk­stun­de.

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