Go­mez will ge­gen Cluj nach­le­gen

Rheinische Post Goch - - Sport -

MÜNCHEN (cze) Die drei To­re ge­gen Hannover ha­ben Ma­rio Go­mez gut ge­tan. 30 Mil­lio­nen Eu­ro hat­te der FC Bay­ern München für den 25-Jäh­ri­gen be­zahlt, der im Som­mer 2009 den VfB Stutt­gart ver­las­sen hat­te. Die gro­ßen Er­war­tun­gen er­füll­ten sich nicht – beim Na­tio­nal­stür­mer wie auch bei Klub-Ver­ant­wort­li­chen und Bay­ern-An­hän­gern, die zu­neh­mend kri­ti­scher wur­den. Go­mez spiel­te zu­dem sel­ten, und wenn, dann nicht er­folg­reich – bis zum ver­gan­ge­nen Sams­tag, als Trai­ner Lou­is van Gaal an­ge­sichts der lan­gen Ver­letz­ten­lis­te gar kei­ne an­de­re Wahl hat­te, als den Halb­spa­ni­er für den im Ka­sachs­tan-Län­der­spiel ver­letz­ten Mi­ros­lav Klo­se zu brin­gen.

Heu­te (20.45 Uhr) könn­te Go­mez er­neut zei­gen, was in ihm steckt. Nach den Sie­gen ge­gen den AS Rom (2:0) und FC Ba­sel (2:1) kann der deut­sche Re­kord­meis­ter FC Bay­ern ge­gen CFR Cluj schon ei­nen gro­ßen Schritt in Rich­tung Ach­tel­fi­na­le der Cham­pi­ons Le­ague ma­chen. Die Ru­mä­nen ha­ben wie die Münch­ner in der ver­gan­ge­nen Sai­son die Meis­ter­schaft und den na­tio­na­len Po­kal ge­won­nen – und sie sind eben­falls sehr schlecht in die Sai­son ge­star­tet (Platz elf nach elf Spiel­ta­gen, zwölf Punk­te Rück­stand auf Spit­zen­rei­ter Ote­lul Ga­la­ti).

Karl-Heinz Rum­me­nig­ge er­war­tet ei­nen Sieg. „Wir müs­sen an­ge­sichts un­se­rer La­ge in der Bun­des­li­ga zu­se­hen, dass wir uns so früh­zei- tig wie mög­lich für die nächs­te Run­de qua­li­fi­zie­ren. Dann kön­nen wir den Fo­kus auf die Li­ga le­gen“, sag­te der Bay­ern-Boss. Die per­so­nel­le La­ge ent­spannt sich lang­sam. Ab­wehr­chef Da­ni­el van Buy­ten (Rü­cken­pro­ble­me) und Stür­mer Ivica Olic (Na­sen­bein­bruch) keh­ren in den Ka­der zu­rück.

Bas­ti­an Schwein­stei­ger, der sei­ne Fuß­ver­let­zung aus­ku­riert hat, soll wie nach sei­ner Ein­wechs­lung in der Hannover-Par­tie wie­der den Chef im Mit­tel­feld ge­ben. „Mit ihm kam Qua­li­tät und Sta­bi­li­tät ins Spiel“, lob­te Rum­me­nig­ge den Na­tio­nal­spie­ler. Aber auch die Kol­le- gen, die meis­tens auf der Bank Platz neh­men muss­ten, sind er­neut ge­for­dert. Ei­ner von ih­nen ist Andre­as Ottl. „Mit den 90 Mi­nu­ten ge­gen Hannover ha­ben vie­le Spie­ler, die zu­letzt nicht im Ein­satz wa­ren, Si­cher­heit be­kom­men“, sag­te der Mit­tel­feld­mann, der in der ver­gan­ge­nen Sai­son an den 1. FC Nürnberg aus­ge­lie­hen wor­den war.

Auf je­den Fall da­bei ist Ma­rio Go­mez. „Ei­nen Stür­mer, der drei To­re ge­macht hat, den neh­me ich nicht raus“, er­klär­te Chef­trai­ner Lou­is van Gaal. Karl-Heinz Rum­me­nig­ge ist über­zeugt, dass „Ma­rio jetzt To­re wie am Fließ­band schießt“. In der Cham­pi­ons Le­ague hat Go­mez zu­letzt am 8. De­zem­ber 2009 ge­trof­fen – beim 4:1-Sieg bei Ju­ven­tus Tu­rin, der dem Team der­art viel Schwung ver­lieh, dass es nach holp­ri­gem Start bis ins Fi­na­le stürm­te. Dort al­ler­dings war In­ter Mailand zu stark.

„Jetzt bin ich wie­der mit­ten­drin“, sag­te Go­mez, der ge­won­ne­nes Selbst­ver­trau­en nicht in laut­star­ke An­kün­di­gun­gen klei­det. „Das war erst ein Spiel. Ich darf nicht nach­las­sen. Ich wer­de ver­su­chen, wie­der zu tref­fen, aber es wer­den nicht wie­der drei To­re wer­den“, sag­te der im schwä­bi­schen Ried­lin­gen ge­bo­re­nen An­grei­fer. 63 To­re für den VfB Stutt­gart in 121 Bun­des­li­ga­par­ti­en, 13 Tref­fer für den FC Bay­ern München in 36 Punkt­spie­len – ei­ne Bi­lanz, die sich se­hen las­sen kann. Die aber ver­wäs­sert, wie schwer sich Go­mez an der Isar (noch) tut.

FO­TO: DPA

Ge­lernt ist ge­lernt: Ma­rio Go­mez prä­sen­tiert sich treff­si­cher.

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