NRW-CDU: De­bat­te um Eh­ren-Vor­sitz für Rütt­gers

Rheinische Post Goch - - Politik - VON GERHARD VOOGT

DÜSSELDORF Land­tags­prä­si­dent Eck­hard Uh­len­berg hat sich da­für aus­ge­spro­chen, dass der frü­he­re Mi­nis­ter­prä­si­dent Jür­gen Rütt­gers zum Eh­ren­vor­sit­zen­den der CDU in Nord­rhein-West­fa­len er­nannt wird. „Die CDU in NRW hat Rütt­gers sehr viel zu ver­dan­ken“, sag­te Uh­len­berg un­se­rer Zei­tung. „Er hat sich mit Haut und Haa­ren für den Er­folg der Lan­des­par­tei ein­ge­setzt.“ So sei es dem schei­den­den CDU-Chef zu ver­dan­ken, dass die Spal­tung der Uni­on in Rhein­län­der und West­fa­len über­wun­den wur­de. Uh­len­berg, der stell­ver­tre­ten­der CDULan­des­chef ist und den Be­zirks­ver- band Süd­west­fa­len an­führt, er­klär­te, die Eh­rung müs­se am bes­ten schon auf dem Par­tei­tag am 6. No­vem­ber „auf den Weg ge­bracht wer­den“. Dann gibt Rütt­gers sein Amt als Lan­des­chef ab.

Karl-Jo­sef Lau­mann, der Vor­sit­zen­de der CDU-Land­tags­frak­ti­on, er­klär­te, die Aus­zeich­nung von Rütt­gers sei ei­ne „sehr in­ter­es­san­te Idee“, für die er „Sym­pa­thi­en he­ge“. „Aber so et­was ent­schei­det man auf Vor­schlag des neu­en Lan­des­vor­sit­zen­den, denn es ist das ur­ei­ge­ne Recht des neu­en Lan­des­vor­sit­zen­den, die­sen Vor­schlag zu ma­chen“, sag­te Lau­mann. Der neue Lan­des­chef wird noch ge­sucht. „Wenn er das will, dann macht man so et- was“, be­ton­te der Frak­ti­ons­chef, der in der frü­he­ren Lan­des­re­gie­rung zu den en­ge­ren Ver­trau­ten von Jür­gen Rütt­gers ge­hör­te.

In der Uni­on ist zu­min­dest der Zeit­punkt der Eh­rung um­strit­ten. Le­on­hard Kuck­art, der Vor­sit­zen­de der Se­nio­ren-Uni­on, sag­te, er ha­be nichts ge­gen die Aus­zeich­nung, aber es sei „bes­ser, wenn die CDU da­mit noch ei­ni­ge Zeit ins Land ge­hen“ las­se. Die „schmerz­li­che Wahl­nie­der­la­ge“ sei „in Tei­len auch Rütt­gers zu­zu­schrei­ben“, lie­ge erst we­ni­ge Mo­na­te zu­rück. So hät­ten die In­dis­kre­tio­nen in der Düs­sel­dor­fer Par­tei­zen­tra­le das An­se­hen der Uni­on ge­schä­digt. „Rütt­gers hat die CDU nicht so ge­führt, wie es hilf­reich ge­we­sen Kuck­art.

Die bei­den Kan­di­da­ten für den Lan­des­vor­sitz, Nor­bert Rött­gen und Ar­min La­schet, woll­ten sich auf An­fra­ge nicht da­zu äu­ßern, ob Rütt­gers Eh­ren­vor­sit­zen­der wer­den soll. Der Kreis­ver­band Rhein-Erft will den frü­he­ren Mi­nis­ter­prä­si­den­ten be­reits am 20. No­vem­ber zum Eh­ren­vor­sit­zen­den er­nen­nen. Der Vor­sit­zen­de Gregor Gol­land sag­te, er be­für­wor­te auch ei­ne lan­des­wei­te Aus­zeich­nung. „Die Kri­ti­ker, die jetzt aus ih­ren Lö­chern kom­men, konn­ten Rütt­gers frü­her nicht na­he ge­nug sein“, er­klär­te Gol­land. „Jetzt wird nach­ge­tre­ten. Das ge­hört sich nicht.“

wä­re“,

sag­te

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