NRW bleibt trotz Steu­er-Plus bei Schul­den­plä­nen

Rheinische Post Goch - - Wirtschaft - VON THO­MAS REISENER

DÜSSELDORF An­ge­sichts deut­lich stei­gen­der Steu­er­ein­nah­men for­dert die FDP die NRW-Re­gie­rung zum so­for­ti­gen Stopp ih­rer Schul­den­plä­ne auf. „Rot-Grün muss den An­trag auf ei­nen Nach­trags­haus­halt um­ge­hend zu­rück­zie­hen“, sag­te der Chef der FDP-Land­tags­frak­ti- on, Gerd Pap­ke, ges­tern ge­gen­über un­se­rer Zei­tung. We­gen der ab­seh­bar deut­lich stei­gen­den Steu­er­ein­nah­men ent­beh­re die ge­plan­te Re­kord-Ver­schul­dung der Min­der­heits­re­gie­rung „mehr denn je der recht­li­chen und der fi­nanz­po­li­ti­schen Grund­la­ge“, sag­te Pap­ke.

Zu­vor hat­te die „Frank­fur­ter Rund­schau“ be­rich­tet, die ans­te- hen­de Steu­er­schät­zung ge­he bun­des­weit von min­des­tens 30 Mil­li­ar­den Eu­ro Mehr­ein­nah­men ge­gen­über der jüngs­ten Schät­zung aus.

Hin­zu kä­men zu­sätz­li­che Mil­li­ar­den-Ein­nah­men aus den von der Re­gie­rung ge­plan­ten Steu­er­er­hö­hun­gen wie et­wa der Brenn­ele­men­te­steu­er und der Flug­ti­cket­steu­er. Auch der Bund be­stä­tig­te ges­tern ei­nen An­stieg der Steu­er­ein­nah­men. Das NRW-Fi­nanz­mi­nis­te­ri­um weist die For­de­rung nach ei­ner Kor­rek­tur der Schul­den­plä­ne zu­rück. Die Lan­des­re­gie­rung will die Net­to­neu­ver­schul­dung trotz der er­war­te­ten Mehr­ein­nah­men um 2,3 Mil­li­ar­den auf 8,9 Mil­li­ar­den Eu­ro an­he­ben. Be­grün­dung: „Die Lan­des­re­gie­rung hat im Nach­trags­haus- halt 2010 400 Mil­lio­nen Eu­ro an Mehr­ein­nah­men ein­kal­ku­liert“, sag­te ei­ne Spre­che­rin des NRW-Fi­nanz­mi­nis­te­ri­ums auf An­fra­ge. Ob und in wel­cher Hö­he das Steu­er­auf­kom­men dar­über hin­aus noch stei­gen kön­ne, blei­be den Pro­gno­sen – des Ar­beits­krei­ses Steu­er­schät­zung vor­be­hal­ten. Das Gre­mi­um le­ge die Zah­len erst An­fang No­vem­ber vor.

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