New York zum Null­ta­rif

In­si­der­tipps für den Auf­ent­halt im Big App­le. Vie­le tou­ris­ti­sche An­ge­bo­te kos­ten tat­säch­lich kei­nen Cent. Zum Bei­spiel bie­ten alt­ein­ge­ses­se­ne New Yor­ker in­di­vi­du­el­le Gra­tis-Stadt­füh­run­gen an.

Rheinische Post Goch - - Reise&welt -

NEW YORK Die Stadt ist nicht un­be­dingt et­was für den klei­nen Geld­beu­tel. Ins­be­son­de­re die Ho­tel­prei­se kön­nen die Kos­ten für die Städ­te­rei­se in die Hö­he trei­ben. Um­so wich­ti­ger ist es, vor Ort die An­ge­bo­te zum Null­ta­rif zu nut­zen.

War­um al­so ei­ne teu­re und auch lang­wie­ri­ge Aus­flugs­fahrt nach Li­ber­ty Is­land bu­chen? Mit der Sta­ten Is­land Fer­ry ist ei­ne 25-mi­nü­ti­ge Schiffs­tour ab dem Whi­te­hall Fer­ry Ter­mi­nal an der Süd­spit­ze Man­hat­tans gra­tis mög­lich. Auf der Fahrt Rich­tung Sta­ten Is­land soll­te man ei­nen Platz an der Steu­er­bord­sei­te der Fäh­re auf­su­chen und den Blick auf die Frei­heits­sta­tue und die Sky­line Man­hat­tans ge­nie­ßen. Drü­ben an­ge­kom­men, müs­sen al­le Pas­sa­gie­re von Bord und kön­nen mit der nächs­ten Fäh­re kos­ten­los zu­rück. Ei­nen al­ter­na­ti­ven Was­ser­aus­flug bie­tet seit kur­zem der neue Ike­aEx­press nach Brook­lyn. Für Kun­den des schwe­di­schen Mö­bel­hau­ses ist die­ser um­sonst, Nor­mal­fah­rer zah­len fünf Dol­lar je Stre­cke.

In­di­vi­du­el­le Stadt­füh­rung ge­fäl­lig? Die Big App­le Gree­ter sind alt­ein­ge­ses­se­ne New Yor­ker, die nach Ver­ab­re­dung per Te­le­fon oder E-Mail ger­ne die Lieb­lings­plät­ze ih­rer Stadt zei­gen – oh­ne Geld da­für zu ver­lan­gen. So er­blickt man oh­ne Mas­sen­ab­fer­ti­gung mit Au­dio­tex­ten New York aus den Au­gen ei­nes Lo­cals, ganz fern­ab der Tou­ris­ten­pfa­de. Man kann Wün­sche an­mel­den und sich ge­zielt be­stimm­te Vier­tel zei­gen las­sen. Das Pro­jekt ba­siert auf Frei­wil­li­gen­ar­beit und ent­stand be­reits 1992, um das Image der Stadt zu ver­bes­sern. Die Bu­chung soll­te min­des­tens drei bis vier Wo­chen im Vor­aus er­fol­gen.

Ei­ne der bes­ten kos­ten­lo­sen At­trak­tio­nen ist die New York Pu­b­lic Li­bra­ry. Bei Re­gen­wet­ter kann man sich mit ei­nem Buch in den rie­si­gen Le­se­saal set­zen und die Ori­gi­nal­lam­pen be­wun­dern. In der Aus­stel­lungs­hal­le sind je­de Men­ge wert­vol­le Ma­nu­skrip­te aus­ge­stellt, die Kar­ten­ab­tei­lung zeigt seit ei­ni­ger Zeit wie­der über 400 000 Land­kar- ten und At­lan­ten. Ei­ne Füh­rung durch das pracht­vol­le Beaux-ArtsGe­bäu­de ist eben­falls kos­ten­los.

Nicht ganz um­sonst, aber deut­lich güns­ti­ger er­hält man Ti­ckets für ak­tu­el­le Broad­way-Mu­si­cals am TKTS Schal­ter di­rekt am Ti­mes Squa­re. Ab 15 Uhr wer­den die Kar­ten für abends bis zu 50 Pro­zent güns­ti­ger ver­kauft. Je­den Nach­mit­tag bil­den sich hier lan­ge Schlan­gen an dem Schal­ter un­ter der ro­ten Trep­pe, weil al­le am Ti­mes Squa­re war­ten wol­len. Da­bei hat New York ins­ge­samt drei TKTS-Schal­ter: Am TKTS South Se­a­port oder am TKTS Brook­lyn Down­town er­hält man deut­lich schnel­ler sei­ne Ti­ckets.

Kul­tu­rel­le High­lights kön­nen in Man­hat­tan auch voll­stän­dig gra­tis ge­nutzt wer­den. Wich­tig ist zu wis­sen, wann wel­ches Mu­se­um frei­en Ein­tritt bie­tet. Frei­tags ab 16 Uhr bei­spiels­wei­se steht ein Be­such des be­kann­tes­ten Mu­se­ums der Stadt an. Am frü­hen Abend der „Tar­get Free Fri­day Nights“ ist der Ein­tritt in das Mu­se­um of Mo­dern Art – kurz MOMA – für al­le frei. Dem Be­su­cher er­öff­nen sich auf sechs Ebe­nen meh­re­re hun­dert­tau­send Wer­ke von Ma­le­rei über Ar­chi­tek­tur, De­sign, Film und Me­di­en.

Na­tur­lieb­ha­ber wan­dern durch den rie­si­gen Cen­tral Park mit­ten in Man­hat­tan, soll­ten aber auch in den 1891 ge­grün­de­ten Bo­ta­ni­schen Gar­ten in der Bronx ge­hen. Je­den Mitt­woch ist der Ein­tritt frei. Un­zäh­li­ge Pflan­zen, di­ver­se Aus­stel­lun­gen und ein rie­si­ger, ur­sprüng­li­cher Wald mit­ten in der Stadt loh­nen ei­nen Be­such zu je­der Jah­res­zeit.

FO­TO: DPA

In New York sind vor al­lem die Ho­tel­prei­se hoch. Das macht die Rei­se trotz schwa­chem Dol­lar teu­er.

Newspapers in German

Newspapers from Germany

© PressReader. All rights reserved.