Marg­ret Voß­e­ler fas­zi­niert von Pro­jek­ten in Wee­ze

Rheinische Post Goch - - Goch / Uedem - VON SEBASTIAN RA­DER­MA­CHER

WEE­ZE Zum ers­ten Mal seit der Land­tags­wahl hat Marg­ret Voß­e­ler, neue Ab­ge­ord­ne­te für den Wahl­kreis 53, zu dem auch Wee­ze ge­hört, der Ge­mein­de ei­nen of­fi­zi­el­len Be­such ab­ge­stat­tet. Bür­ger­meis­ter Ul­rich Francken hat­te die 53-jäh­ri­ge Is­su­me­rin ein­ge­la­den. Jetzt kam sie nach Wee­ze – zu ei­nem Tref­fen ins Rat­haus und zu ei­ner Be­sich­ti­gung des Pe­trus­hei­mes.

„Wir woll­ten uns ge­gen­sei­tig bes­ser ken­nen­ler­nen und uns über wich­ti­ge Pro­jek­te, die in Wee­ze an- ste­hen, aus­tau­schen“, sag­te Francken. Wich­tigs­te Ge­sprächs­the­men wa­ren die Stär­kung und Ent­wick­lung der Orts­mit­te, die Ver­bes­se­rung der Ver­kehrs­in­fra­struk­tur so­wie die Land­wirt­schaft. Die Land­tags­ab­ge­ord­ne­te zeig­te sich von der Ge­mein­de be­geis­tert: „Wee­ze hat in den ver­gan­ge­nen Jah­ren sehr viel ge­leis­tet. Ich bin fas­zi­niert da­von, wie hier im­mer wei­ter­ge­ar­bei­tet wird“, sag­te Voß­e­ler, die da­bei die Er­folgs­ge­schich­te des Flug­ha­fens her­vor­hob.

Der Be­such des Pe­trus­hei­mes war für die CDU-Po­li­ti­ke­rin von gro­ßer Be­deu­tung. Ge­rold Kö­nig, Ge­schäfts­füh­rer des Rhei­ni­schen Ver­eins für Ka­tho­li­sche Ar­bei­ter­ko­lo­ni­en als Trä­ger des Hei­mes, und des­sen Stell­ver­tre­ter Frank Brün­ker, zur­zeit Lei­ter der Ein­rich­tung, in­for­mier­ten die 53-Jäh­ri­ge über die Ar­beit der mitt­ler­wei­le rund 170 haupt­amt­lich be­schäf­tig­ten Mit­ar­bei­ter. In fünf Ein­rich­tun­gen wer­den im Pe­trus­heim zahl­rei­che woh­nungs­lo­se so­wie al­ko­hol-und dro­gen­ab­hän­gi­ge Men­schen be­treut. „Wir freu­en uns, wenn Po­li­ti­ker zu uns kom­men“, sag­te Kö­nig. „Hier geht es um Be­trof­fe­ne, die am Ran­de ste­hen und manch­mal mehr Un­ter­stüt­zung bräuch­ten – da sind sol­che Be­su­che sehr wich­tig.“

Auch die Ent­hül­lun­gen des Jour­na­lis­ten Gün­ter Wall­raff, der im Pe­trus­heim als Ob­dach­lo­ser ge­tarnt für sein Buch re­cher­chiert hat­te, wur­den the­ma­ti­siert. Was dort ge­schrie­ben wur­de, sei so nicht ge­we­sen, sag­te Kö­nig: „Nach der Be­richt­er­stat­tung gab es zahl­rei­che po­si­ti­ve Rück­mel­dun­gen. Vie­le Men­schen ha­ben sich bei uns ge­mel­det und er­zählt, wie wich­tig ih­nen das Pe­trus­heim ist.“ Und Francken be­ton­te: „Ich war sehr sau­er, als ich den Text ge­le­sen ha­be. Das Le­ben hier sieht an­ders aus, als es im Buch ge­schil­dert wur­de.“ Wie das Zu­sam­men­le­ben wirk­lich aus­schaut, konn­te Marg­ret Voß­e­ler nun aus nächs­ter Nä­he er­fah­ren.

RP-FO­TO: GERHARD SEYBERT

Tref­fen im Pe­trus­heim (v.l.): Tho­mas Oesch­ger, Frank Brün­ker, Ge­rold Kö­nig, Marg­ret Voß­e­ler und Bür­ger­meis­ter Ul­rich Francken.

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