Rya­nair: Air Berlin ist kei­ne Kon­kur­renz

Rya­nair-Spre­che­rin Hen­ri­ke Schmidt zur Luft­ver­kehrs­steu­er und zum neu­en Kun­den in Wee­ze

Rheinische Post Goch - - Kreis Kleve – Regional -

Hen­ri­ke Schmidt Nein, die gibt es noch nicht. Wir müs­sen jetzt erst ein­mal das Bu­chungs­ver­hal­ten be­ob­ach­ten und wer­den da­nach ent­schei­den, wie wir re­agie­ren. Dass es zu rück­läu­fi­gen Bu­chun­gen kom­men wird, da­mit rech­nen wir. Wie lan­ge kann das dau­ern, wann er­fah­ren wir von den Kon­se­quen­zen? Schmidt Das kann ich Ih­nen noch nicht sa­gen; wir wer­den es früh ge­nug kom­mu­ni­zie­ren. Es muss nicht un­be­dingt Strei­chun­gen von Ver­bin­dun­gen ge­ben. Vi­el­leicht wer­den auch nur die Fre­quen­zen ge­kürzt, Zie­le al­so even­tu­ell we­ni­ger häu­fig an­ge­bo­ten. Es ist mög­lich, dass die Re­du­zie­run­gen in Wee­ze ge­rin­ger aus­fal­len wer­den, da der Pri­vat­flug­ha­fen die Mög­lich­keit hat, die Kos­ten zu sen­ken, was in an­de­ren Ba­sen wie et­wa Hahn nicht der Fall ist. In dem Sin­ne kön­nen die Kon­se­quen­zen für Nie­der­rhein we­ni­ger dras­tisch aus­fal­len als an an­de­ren deut­schen Rya­nair-Flug­hä­fen. Air Berlin, von O’ Lea­ry schon mehr­fach tot­ge­sagt, lässt ab Früh­jahr Ma­schi­nen in Wee­ze star­ten . . . Wie re­agie­ren Sie dar­auf? Schmidt Air Berlin be­deu­tet für uns kei­ner­lei Kon­kur­renz. Sie wer­den drei­mal pro Wo­che nach Mallor­ca ab­he­ben und kön­nen mit un­se­ren Prei­sen längst nicht mit­hal­ten. Weil wir die güns­tigs­ten sind, wer­den wir Haupt-Car­ri­er in Wee­ze blei­ben. Rech­nen Sie mit Bu­chungs­rück­gän­gen durch den Mit­be­wer­ber, der ähn­li­che Zie­le an­bie­tet? Schmidt Wie schon ge­sagt, das Preis­Leis­tungs-Ver­hält­nis kann mit un­se­rem nicht kon­kur­rie­ren. Rya­nair hat kund­ge­tan, künf­tig ver­mehrt mit gro­ßen in­ter­na­tio­na­len Air­ports ar­bei­ten zu wol­len. Geht das En­ga­ge­ment zu Las­ten der klei­nen? Schmidt Das ist gar nicht so neu, wir sind schon seit an­dert­halb Jah­ren da­bei, die gro­ßen Air­ports in un­ser Netz­werk auf­zu­neh­men. Sie ha­ben er­kannt, dass Wachs­tum in der Bran­che nur noch mit Bil­lig­flie­gern zu er­rei­chen ist. Des­halb sind im­mer mehr Air­ports be­reit, uns den 25-Mi­nu­ten-Tur­naround (von der Lan­dung bis zum nächs­ten Start) zu ga­ran­tie­ren. Da wir – wenn auch nicht un­be­dingt in Deutsch­land – wei­ter wach­sen wol­len, müs­sen die klei­ne­ren Flug­hä­fen dar­un­ter nicht un­be­dingt lei­den. Es war zu hö­ren, das Ziel Berlin, das auch ab Wee­ze an­ge­flo­gen wird, ste­he auf der Kip­pe . . . Schmidt Das sind Ge­rüch­te, die wir nicht kom­men­tie­ren. Rich­tig ist, dass die Kos­ten und Ge­büh­ren in Berlin hoch sind. Wir en­ga­gie­ren uns ver­mehrt dort, wo es nied­ri­ge Ge­büh­ren, mög­lichst kei­ne Tou­ris­ten­steu­er und kei­ne Ti­cket­steu­er gibt. Das ist be­son­ders in Süd-und Ost­eu­ro­pa der Fall. Des­halb ha­ben wir un­se­re jüngs­ten Ba­sen auch in Bar­ce­lo­na und Kau­nas er­öff­net. In­ter­net Mehr un­ter www.rp-on­line.de/Kle­ve

FO­TO: PRI­VAT

Hen­ri­ke Schmidt und Michael O’Lea­ry fürch­ten Air Berlin nicht.

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