Bo­xer Briggs nimmt sei­nen Trai­ner in Schutz

Rheinische Post Goch - - Sport - VON GIANNI COSTA

HAM­BURG/DÜSSELDORF Ei­gent­lich soll sich Box-Pro­fi Shan­non Briggs im Ham­bur­ger Uni­ver­si­täts­kli­ni­kum Ep­pen­dorf von den schwe­ren Ver­let­zun­gen nach sei­nem WM-Kampf ge­gen Vi­ta­li Klitsch­ko er­ho­len. Doch der 38-Jäh­ri­ge fin­det im­mer wie­der Zeit, der Au­ßen­welt über sein Be­fin­den im In­ter­net zu be­rich­ten. Das macht er vor­zugs­wei­se über das So­zia­le Netz­werk „Face­book“.

Laut Briggs ha­be vor al­lem die Ver­let­zung am lin­ken Bi­zeps sei­ne Kampf­plä­ne früh zu­nich­te­ge­macht. „Es ist be­reits in der ers­ten Run­de pas­siert, da­nach muss­te ich mich kom­plett um­stel­len“, be­rich­tet der US-Ame­ri­ka­ner: „Ich will die Leis­tung von Vi­ta­li Klitsch­ko nicht schmä­lern, aber wer weiß, wie der Kampf oh­ne mei­ne Ver­let­zung aus- ge­gan­gen wä­re.“ Die be­reits für ges­tern ge­plan­te Ope­ra­ti­on ist ver­scho­ben wor­den, frü­hes­tens heu­te soll der New Yor­ker un­ters Mes­ser kom­men. Un­mit­tel­bar nach dem Kampf war Briggs mit Blau­licht ins Kran­ken­haus ein­ge­lie­fert wor­den. Bei ei­ner Com­pu­ter-To­mo­gra­phie wur­de glück­li­cher­wei­se kei­ne Ge­hirn­blu­tung dia­gnos­ti­ziert.

Briggs hat sei­nen Trai­ner Her­man Caice­do ge­gen die Vor­wür­fe in Schutz ge­nom­men, er ha­be den Kampf ge­gen WBC-Welt­meis­ter Klitsch­ko nicht vor­zei­tig ab­ge­bro­chen. „Er woll­te das Hand­tuch wer­fen, ich ha­be ge­sagt, dass ich den Fight durch­ste­he“, schreibt Briggs. „Ich woll­te den Leu­ten das wah­re Herz ei­nes Lö­wen und die Be­harr­lich­keit ei­nes Cham­pi­ons zei­gen.“ Ei­ne durch­aus ehr­ba­re Ab­sicht, die al­ler­dings für ihn hät­te töd­lich aus­ge­hen kön­nen.

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