Wirt­schaft ver­spricht 300 000 neue Stel­len

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BERLIN (mar/tb) Die deut­sche Wirt­schaft wird laut Pro­gno­se des Deut­schen In­dus­trie-und Han­dels­kam­mer­ta­ges (DIHK) im kom­men­den Jahr 300 000 zu­sätz­li­che Jobs schaf­fen. Vor al­lem in mit­tel­stän­di­schen In­dus­trie­un­ter­neh­men mit bis zu 1000 Be­schäf­tig­ten wer­de kräf­tig ein­ge­stellt, sag­te DIHK-Ge­schäfts­füh­rer Mar­tin Wans­le­ben. Die Wirt­schaft wach­se 2010 um 3,4 und 2011 um 2,4 Pro­zent. Die Bun­des­re­gie­rung sagt für 2010 eben­falls 3,4 Pro­zent und für 2011 1,8 Pro­zent Zu­wachs vor­aus. Die Zahl der Ar­beits­lo­sen sin­ke dau­er­haft un­ter drei Mil­lio­nen. Wirt­schafts­mi­nis­ter Rai­ner Brü­der­le (FDP) stellt die Pro­gno­se heu­te vor.

Im Rhein­land hat die Wirt­schaft in den meis­ten Be­rei­chen wie­der Vor­kri­sen­ni­veau er­reicht. „Der IHKKon­junk­tur­kli­ma­in­dex springt im Rhein­land von 100,8 auf 126,4 Punk­te“, sag­te Michael Swo­bo­da, Chef der Bon­ner IHK, stell­ver­tre­tend für die Kam­mern der Re­gi­on. Am stärks­ten hät­ten Groß­han­del und Di­enst­leis­ter pro­fi­tiert.

An­ge­sichts des Job­wun­ders und neu­er Höchst­stän­de bei der Leih­ar­beit for­der­te IG Me­tall-Chef Berthold Hu­ber die Re­gie­rung auf, Leih­ar­bei­tern den glei­chen Lohn wie Stamm­kräf­ten ge­setz­lich zu ga­ran­tie­ren. „Die Re­gie­rung soll bit­te end­lich ih­ren Job ma­chen und ge­setz­lich fest­schrei­ben, dass Leih­ar­bei­ter den­sel­ben Lohn er­hal­ten wie Stamm­kräf­te. Wir brau­chen Equal Pay für die Leih­ar­bei­ter“, sag­te Hu­ber un­se­rer Zei­tung.

„Die Re­gie­rung soll end­lich ih­ren Job bei der Leih­ar­beit ma­chen“

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