Kraft will Über­nah­me von Hoch­tief per Ge­setz stop­pen

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DÜSSELDORF (RP) Im Kampf ge­gen ei­ne feind­li­che Über­nah­me durch den spa­ni­schen Bau­kon­zern ACS be­kommt Hoch­tief Hil­fe von der nord­rhein-west­fä­li­schen Lan­des­re­gie­rung. Wie NRW-Mi­nis­ter­prä­si­den­tin Han­ne­lo­re Kraft ( SPD) ges­tern im Ge­spräch mit un­se­rer Zei­tung an­kün­dig­te, wird die Lan­des­re­gie­rung im Bun­des­rat auf ei­ne Ver­schär­fung des Über­nah­me­rechts drin­gen. „Da­zu wer­den wir in der nächs­ten Wo­che ei­ne Bun­des­rats­in­itia­ti­ve ein­brin­gen“, sag­te Kraft. Um Zeit zu spa­ren, will NRW ein neu­es Ge­setz­ge­bungs­ver­fah­ren um­ge­hen. „Wir wol­len ein be­reits lau­fen­des Ge­setz­ge­bungs­ver­fah­ren zur Re­ge­lung der Wert­pa­pier­über­nah­me durch ei­nen An­trag zur Er­schwe­rung von Über­nah­men er­gän­zen“, er­klär­te die Re­gie­rungs­che­fin. So ver­lie­re man kei­ne wert­vol­le Zeit. Bis­lang sei al­ler­dings noch kein Über­nah­me­An­ge­bot ein­ge­gan­gen.

Kraft zog im In­ter­view ei­ne po­si­ti­ve Bi­lanz der ers­ten 100 Ta­ge von Rot-Grün. Zwar ha­be die neue Lan­des­re­gie­rung noch kei­ne Ge­set­ze ver­ab­schie­det, aber da­zu sei der Zei­t­raum we­gen der Som­mer­pau­se zu knapp ge­we­sen. Kraft recht­fer­tig­te den Kurs der Neu­ver­schul­dung. Ei­ne „gu­te Zu­kunft für NRW“ sei oh­ne ei­ne mas­si­ve In­ves­ti­ti­on in die Prä­ven­ti­on von So­zi­al­aus­ga­ben und in bes­se­re Bil­dung nicht mög­lich. Trotz der gu­ten Um­fra­ge­wer­te für Rot-Grün hält die Mi­nis­ter­prä­si­den­tin Neu­wah­len in NRW für un­wahr­schein­lich.

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