In der Bi­b­lio­thek wird’s be­quem

Rheinische Post Goch - - Hochschule - VON ISABELLE DE BORTOLI

DÜSSELDORF Di­gi­ta­li­sier­te Bü­cher, au­to­ma­ti­sier­te Aus­lei­he und vie­le elek­tro­ni­sche Me­di­en – die Uni­ver­si­täts-und Lan­des­bi­blio­thek Düsseldorf be­fin­det sich auf dem Weg zur hy­bri­den Bi­b­lio­thek, in der Bü­cher und Zeit­schrif­ten nicht nur phy­sisch, son­dern auch vir­tu­ell ge­nutzt wer­den kön­nen. 1,1 Mil­lio­nen ent­lie­he­nen Me­di­en ste­hen in­zwi­schen 2,9 Mil­lio­nen Zu­grif­fe auf die Bi­b­lio­theks-Web­site ge­gen­über. Im Bi­b­lio­theks­ran­king hat sich Düsseldorf kon­ti­nu­ier­lich von Platz 22 auf Platz zwei der bes­ten deut­schen Bi­b­lio­the­ken vor­ge­ar­bei­tet.

„Bei uns ist al­les aus­leih­bar – bis auf die schutz­be­dürf­ti­gen Tei­le der his­to­ri­schen Buch­be­stän­de, die wir vor 40 Jah­ren als Grund­stock für die Uni­ver­si­täts­bi­blio­thek vom Land NRW und der Stadt Düsseldorf er­hal­ten ha­ben“, sagt Ga­b­rie­le Dreis, zu­stän­dig für Son­der­samm­lun­gen. „Das sind zum Bei­spiel mit­tel­al­ter­li­che Hand­schrif­ten aus Klös­tern, die von ein­zig­ar­ti­gem Wert sind.“ Um auch die­se der For­schung zu­gäng­lich zu ma­chen, hat die Bi­b­lio­thek in Scan­ner in­ves­tiert, mit de­nen al­te Schrif­ten di­gi­ta­li­siert wer­den. „Au­ßer­dem kön­nen un­se­re Nut­zer zum Teil Wün­sche ab­ge­ben, wel­che Bü­cher sie denn ger­ne in di­gi­ta­ler Form vor­lie­gen hät­ten“, sagt Irm­gard Sie­bert. „Was be­reits ab­ruf­bar ist, fin­det man auf un­se­rer Home­page un­ter dem Stich­wort Di­gi­ta­le Samm­lun­gen.“

50 Pro­zent der Li­te­ra­tur­mit­tel gibt die Uni­ver­si­täts-und Lan­des­bi­blio­thek mitt­ler­wei­le für elek­tro­ni­sche Me­di­en wie Da­ten­ban­ken aus – auch das ist ein Grund, war­um sie sich im BIX-Ran­king nach vor­ne ar­bei­ten konn­te. Hin­zu kommt: In den ver­gan­ge­nen Jah­ren hat sich die Bi­b­lio­thek viel stär­ker zum Lern­ort ent­wi­ckelt. „Da die Stu­di­en­gän­ge sehr ver­schult sind, fah­ren die Stu­die­ren­den zwi­schen Se­mi­na­ren nicht nach Hau­se, son­dern blei­ben auf dem Cam­pus. Sie brau­chen ei­nen Lern­ort, wo sie auch in Grup­pen Re­fe­ra­te vor­be­rei­ten kön­nen. Da­für ha­ben wir das drit­te Ge- schoss mit Ses­seln und of­fe­nen Grup­pen­ar­beits­be­rei­chen aus­ge­stat­tet. Hier kann man ge­mein­sam ler­nen – aber sich auch ein­fach nur mal tref­fen“, sagt An­ne­ma­rie Nil­ges, zu­stän­dig für den Be­reich Nut­zung.

Als wei­te­ren Ser­vice hat die Bi­b­lio­thek täg­lich von 8 bis 24 Uhr, am Wo­che­n­en­de von 9 bis 24 Uhr ge­öff­net. Vie­le Ar­beits­schrit­te wur­den au­to­ma­ti­siert – auch dar­in sind die Düs­sel­dor­fer un­ter den wis­sen­schaft­li­chen Bi­b­lio­the­ken Vor­rei­ter. Al­le Bür­ger kön­nen Me­di­en aus­lei­hen – auch wenn kein Per­so­nal vor Ort ist. „Sie neh­men ihr Buch, ver­bu­chen es selbst und ge­hen nach Hau­se“, so die Bi­b­lio­theks­di­rek­to­rin. „Ge­nau so kön­nen sie es am Au­to­ma­ten zu­rück­ge­ben.“

FO­TO: ISABELLE DE BORTOLI

In­zwi­schen auch ge­müt­lich: die Bi­b­lio­thek der Hei­ne-Uni.

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