Kle­ves neu­es Kran­ken­haus St. An­to­ni­us-Ho­s­pi­tal

soll mo­der­ner wer­den. Des­halb wur­de ein Ide­en­wett­be­werb ver­an­stal­tet. Es gibt zwei Al­ter­na­ti­ven: Teil­neu­bau oder Kern­sa­nie­rung. Kos­ten: Zwi­schen 30 und 60 Mil­lio­nen Eu­ro.

Rheinische Post Goch - - Grenzland Post -

KLE­VE Das St. An­to­ni­us-Ho­s­pi­tal in Kle­ve ist nicht mehr zeit­ge­mäß: Des­halb wur­de im Ju­ni ein Ide­en­wett­be­werb zur Neu­kon­zep­ti­on des Kran­ken­hau­ses aus­ge­schrie­ben. Der Ge­win­ner steht jetzt fest: Das Düs­sel­dor­fer Ar­chi­tek­tur­bü­ro TMK-Ar­chi­tek­ten er­hielt den mit 57 000 Eu­ro do­tier­ten ers­ten Preis. Aus über 100 Be­wer­bern hat­te ei­ne Ju­ry 15 Ar­chi­tek­ten aus­ge­wählt. Neun Ar­bei­ten wur­den ein­ge­reicht.

TMK aus Düsseldorf ge­winnt

Ei­nen gan­zen Tag lang hat sich ei­ne 23-köp­fi­ge Ju­ry ins Foy­er der Kle­ver Re­al­schu­le zu­rück­ge­zo­gen, um die Ent­wür­fe und Mo­del­le der Ar­chi­tek­tur­bü­ros aus ganz Deutsch­land auf Herz und Nie­ren zu prü­fen. Der ers­te Preis ging schließ­lich an die TMK-Ar­chi­tek­ten aus Düsseldorf, die auf den Neu­bau von Kli­ni­ken spe­zia­li­siert sind. Das Düs­sel­dor­fer Bü­ro hat un­ter an­de­rem das He­li­os-Kli­ni­kum in Ber­linBuch und das Kli­ni­kum in Min­den rea­li­siert.

„Der Ent­wurf war un­ter ar­chi­tek­to­ni­schen und funk­tio­nel­len Ge­sichts­punk­ten die bes­te Lö­sung“, sag­te Pro­fes­sor Hans Nickl, Vor­sit­zen­der des Preis­ge­richts. Au­ßer­dem sei der Ab­lö­se­pro­zess lo­gisch und füh­re nicht zu be­trieb­li­chen Stö­run­gen. Das Mo­dell soll jetzt dem Kran­ken­haus­auf­sichts­rat prä­sen­tiert wer­den. „Dann wird ge- schaut, ob und wie das Pro­jekt um­ge­setzt wer­den kann“, sag­te Dr. Pe­ter En­ders, Haupt­ge­schäfts­füh­rer der Ka­tho­li­schen Kli­ni­ken im Kreis Kle­ve. „Ich hof­fe, dass bis zum Jah­res­en­de ein Be­schluss vor­liegt“, so En­ders wei­ter.

Der Bau des Kle­ver Kran­ken­hau­ses stammt aus den 50er Jah­ren und wur­de im Lau­fe der Jah­re im­mer wie­der durch An-und Aus­bau­ten er­wei­tert und mo­der­ni­siert. Zu­letzt hat das St. An­to­ni­us Kran­ken­haus ein neu­es Ge­bäu­de für die Dia­ly­se er­hal­ten.

Das St. An­to­ni­us Ho­s­pi­tal soll vor al­lem pa­ti­en­ten­freund­li­cher wer­den. Kür­ze­re We­ge, über­sicht­li­cher und mo­der­ner soll das neue Kran­ken­haus wer­den. Au­ßer­dem soll durch mo­der­ne Ab­läu­fe Per­so­nal ein­ge­spart wer­den. Da­mit der Kran­ken­haus­be­trieb wei­ter­ge­hen kann, ist ge­plant, das Haus in sei­ner jet­zi­gen Grö­ße zu er­hal­ten, bis ein Er­satz­neu­bau ent­stan­den ist. Es­gibt laut En­ders zwei Al­ter­na­ti­ven: Teil­neu­bau oder zwangs­läu­fig ei­ne Sa­nie­rung der ein­zel­nen Ge­bäu­de. Die Kos­ten sei­en noch un­klar. „Ein Teil­neu­bau und ei­ne Teil­sa­nie­rung dürf­ten zu­sam­men zwi­schen 30 und 60 Mil­lio­nen Eu­ro kos­ten“, schätzt En­ders. Fi­nan­ziert wer­den sol­le der Neu­bau durch ei­nen Ei­gen­an­teil und Lan­des­för­der­mit­tel.

Teil­neu­bau frü­hes­tens En­de 2011

Wür­de das Kran­ken­haus Sta­ti­on für Sta­ti­on sa­niert, könn­te mit den Um­bau­maß­nah­men be­reits zu Be­ginn des kom­men­den Jah­res be­gon­nen wer­den. „Ei­ne kom­plet­te Sa­nie­rung wür­de vor­aus­sicht­lich acht bis zehn Jah­re in An­spruch neh­men“, sag­te En­ders der Rhei­ni­schen Post.

Mit ei­nem Teil­neu­bau könn­te frü­hes­tens En­de 2011 be­gon­nen wer­den. Ei­ne Rea­li­sie­rung des TMK-Mo­dells könn­te in fünf bis sechs Jah­ren statt­fin­den“, glaubt En­ders. In­ter­net Mehr In­fos zum Kran­ken­haus un­ter www.rp-on­line.de/kle­ve

RP-FO­TO: EVERS

So könn­te das Kle­ver Kran­ken­haus bald aus­se­hen. Das Mo­dell be­steht aus drei Bau­kör­pern: Be­gon­nen wer­den soll mit dem Wür­fel an der Haupt­stra­ße, zum Schluss soll die Ein­gangs­hal­le dran sein.

FO­TO: EVERS

Pe­ter En­ders ist Haupt­ge­schäfts­füh­rer der Kath. Kli­ni­ken Kle­ve.

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