Städ­te sol­len Kon­junk­tur­hil­fe zu­rück­ge­ben

Der Bund hat­te den NRW-Kom­mu­nen im Rah­men des Kon­junk­tur­pa­ke­tes II fast drei Mil­li­ar­den Eu­ro zur Ver­fü­gung ge­stellt. Da­von wur­den erst 35 Pro­zent aus­ge­ge­ben. An­ge­sichts des Wirt­schafts­booms for­dern Haus­halts­po­li­ti­ker nun das un­ge­nutz­te Geld zu­rück.

Rheinische Post Goch - - Wirtschaft - VON MICHAEL BRÖCKER, THORS­TEN BREIT­KOPF UND ANDRÉ SCHAHIDI

DÜSSELDORF Die deut­sche Wirt­schaft brummt. „Das ist ein XL-Auf­schwung ge­wor­den, er trägt sich selbst“, sag­te Bun­des­wirt­schafts­mi­nis­ter Rai­ner Brü­der­le ges­tern bei der Vor­stel­lung der Re­gie­rungs­Pro­gno­se. Da­nach wächst die Wirt­schaft 2010 um 3,4 Pro­zent. An­ge­sichts des Booms for­dern nun die haus­halts­po­li­ti­schen Spre­cher Nor­bert Barth­le (CDU) und Ot­to Fri­cke (FDP) ei­ne Rück­zah­lung nicht ge­nutz­ter Gel­der aus dem Kon­junk­tur­pa­ket II.

Die schwarz-ro­te Bun­des­re­gie­rung hat­te 2009 zur Be­kämp­fung der Re­zes­si­on das größ­te staat­li­che Kon­junk­tur­pro­gramm der Ge­schich­te be­schlos­sen und den Län­dern Fi­nanz­hil­fen für kom­mu­na­le In­ves­ti­tio­nen für zehn Mil­li­ar­den Eu­ro ge­währt. Laut ei­ner in­ter­nen Auf­stel­lung des Bun­des­fi­nanz­mi­nis­te­ri­ums sind bis zum 21. Ok­to­ber aber erst 3,88 Mil­li­ar­den Eu­ro ab­ge­flos­sen. Bis Mit­te des Jah­res hat­ten die Län­der im­mer­hin An­trä­ge für rund 95 Pro­zent ab­ge­ge­ben. die auch be­wil­ligt wur­den. Laut Ge­setz muss der Bund das Geld noch bis En­de 2011 an die Län­der über­wei­sen, wenn die Zu­sa­ge ein­mal er­teilt ist. Fast 38 500 In­ves­ti­ti­ons­vor­ha­ben sind bun­des­weit bis­her an­ge­scho­ben wor­den. Die Haus­halts­po­li­ti­ker wol­len nun, dass zu­min­dest die nach jet­zi­gem Stand nicht be­an­trag­ten Kon­junk­tur-Gel­der in Hö­he von 600 Mil­lio­nen Eu­ro wie­der zu­rück an den Bund flie­ßen.

In NRW sind laut In­nen­mi­nis­te­ri­um erst 35 Pro­zent der zur Ver­fü­gung ste­hen­den Hil­fen an die Städ­te und Ge­mein­den ab­ge­flos­sen, näm­lich 722 Mil­lio­nen Eu­ro. Da­bei könn­ten vie­le Kom­mu­nen durch­aus mehr tun. Der An­teil der kom­mu­na­len In­ves­ti­tio­nen ist in NRW be­son­ders nied­rig.

Die­se Mit­tel ste­hen den Städ­ten zu be­en­de­te ge­plan­te und Pro­jek­te lau­fen­de

Pro­jek­te un­ge­nutz­te

Mit­tel

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