Wech­sel in Wee­zes Zen­trum

Es wird noch min­des­tens zwei Jah­re dau­ern, bis der „Voll­sor­ti­men­ter“ am Wee­zer Cy­ria­kus­platz star­ten kann. Noch gibt’s Leer­stän­de und es schlie­ßen wei­te­re Lä­den, aber es gibt auch gu­te Nach­rich­ten.

Rheinische Post Goch - - Goch / Uedem - VON AN­JA SETT­NIK

WEE­ZE Wer über den Ein­zel­han­del und des­sen Ent­wick­lung in Wee­ze spre­chen möch­te, kommt um das The­ma „Voll­sor­ti­men­ter“ nicht her­um. So­wohl der Wer­be­ring, als auch die Ver­wal­tung set­zen auf die Zug­kraft des künf­ti­gen zen­tra­len Su­per­markts. Seit be­kannt ist, dass ein wei­te­res alt­ein­ge­ses­se­nes Ge­schäft im Orts­kern auf­hö­ren wird, näm­lich das Be­klei­dungs­haus Strick, drängt die Fra­ge: Wann wird’s bes­ser in Wee­ze?

Feh­ler der Ver­gan­gen­heit

Gerhard Pöp­pel, der Vor­sit­zen­de des Wer­be­rings, ist der­zeit in Ur­laub. Sein Stell­ver­tre­ter, Jo­han­nes Bau­er vom gleich­na­mi­gen Schuh­ge­schäft an der Bahn­stra­ße, sieht in dem Pro­jekt gro­ße Chan­cen für Wee­ze. „Das ist vi­el­leicht die letz­te Mög­lich­keit, die Feh­ler der Ver­gan­gen­heit zu be­he­ben. Jahr­zehn­te­lang wur­den wich­ti­ge Lä­den au­ßer­halb des Zen­trums an­ge­sie­delt, jetzt er­kennt man über­all: Ge­schäf­te ge­hö­ren in den Orts­kern.“

Wenn Tra­di­ti­ons­ge­schäf­te auf­gä­ben, sei das im­mer sehr trau­rig. „Aber Sie wis­sen doch, wie das ist: Die jun­gen Leu­te wol­len ,Er­leb­nis­shop­ping’ und ver­fah­ren den Sprit lie­ber in Rich­tung der Groß­städ­te, als vor Ort ein­zu­kau­fen.“ Den­noch geht Bau­er da­von aus, dass mit ei­nem zug­kräf­ti­gen und ar­chi­tek­to­nisch an­spre­chen­den Ver­sor­ger auf dem Cy­ria­kus­platz die La­ge wie­der bes­ser wer­den könn­te. Ge­schäfts­leu­ten, die Sor­ge vor der Kon­kur­renz ha­ben, rät er, durch Ak­tio­nen und Wer­bung stär­ker auf sich auf­merk­sam zu ma­chen. „Mein Ge­schäft gibt’s seit 127 Jah­ren.“ Dass ein „Voll­sor­ti­men­ter“ wie Rewe samt ein oder zwei klei­ne­ren Ge­schäf­ten und Bis­tro zwi­schen Rat­haus und Al­ter Markt für Auf­trieb sor­gen wird, hofft auch Wee­zes Käm­me­rer Jo­han­nes Peters. Die Ge­mein­de setzt dar­auf, dass be­ste­hen­de Lä­den ge­stärkt wer­den und neue vi­el­leicht hin­zu kom­men.

Wer künf­tig sein Au­to auf dem Cy­ria­kus­platz par­ke, um bei Rewe ein­zu­kau­fen, wer­de auch mal die Lä­den in der Nach­bar­schaft auf­su­chen. Klar sei aber: Je klei­ner der Ort, um so schwie­ri­ger, In­ves­to­ren und Ge­schäfts­leu­te zu in­ter­es­sie­ren. Wich­tig sei, dass al­les, was der Bür­ger brau­che, fuß­läu­fig zu er­rei­chen sei. Wenn die Lä­den weit­läu­fig ver­teilt sei­en, ent­schei­de sich der Kun­de eher, wo­an­ders hin zu fah­ren.

Ma­ria Strick, Se­ni­or­che­fin des gleich­na­mi­gen Tex­til­hau­ses, hat der­weil ei­ne po­si­ti­ve Nach­richt pa­rat. Ge­gen­über der Rhei­ni­schen Post ver­si­cher­te sie, für ei­ne Nach­fol­ge­re­ge­lung sei ge­sorgt. „Wer es ist, soll noch nicht be­kannt wer­den.“ An die­ser Stel­le wer­de es kei­nen wei­te­ren Leer­stand ge­ben.

RP-FO­TO: SEYBERT

Zwar macht das Tex­til­ge­schäft Strick an der Keve­lae­rer Stra­ße seit Wo­chen Aus­ver­kauf. Es soll aber ei­ne Nach­fol­ge­lö­sung ge­ben.

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