Jetzt wer­den Hel­den ge­sucht

Die For­de­run­gen der Steu­er­be­hör­de an den Fuß­ball-NRW-Li­gis­ten 1. FC Kle­ve sind hoch. Zu hoch für den an­ge­schla­ge­nen Ver­ein, der jetzt ver­sucht, die of­fe­nen Be­trä­ge zu re­du­zie­ren und ei­ne Lö­sung zu fin­den.

Rheinische Post Goch - - Goch / Uedem - VON PE­TER JANS­SEN

KLE­VE Es deu­tet nicht we­nig dar­auf­hin, dass das En­de der Vor­stel­lung beim 1. FC Kle­ve nä­her rückt. Dies wür­de be­deu­ten, dass es kei­nen hö­her­klas­si­gen Ama­teur-Fuß­ball mehr in der Kreis­stadt gibt. 570 000 Eu­ro soll der Ver­ein ans Fi­nanz­amt zu­rück­zah­len (die RP be­rich­te­te ex­klu­siv). Die Hö­he der For­de­run­gen hat die Ver­ant­wort­li­chen und ehe­ma­li­ge Funk­tio­nä­re ge­schockt. Doch ist man of­fen­sicht­lich nicht be­reit, die Auf­stel­lung des Fi­nanz­amts zu ak­zep­tie­ren.

An ei­nen Tisch

„Wir ha­ben zu­nächst die re­le­van­ten Stel­len in­for­miert. Im zwei­ten Schritt wer­den wir die An­ga­ben prü­fen und uns an­schlie­ßend mit den Be­hör­den an ei­nen Tisch set­zen“, er­klärt FC-Vor­sit­zen­der Uwe Dö­nisch-Sei­del das wei­te­re Vor­ge­hen in ei­ner Pres­se­mit­tei­lung. Die Fi­nanz­be­hör­de ha­be, so die In­for­ma­ti­on des 1. FC Kle­ve, drei Ter­mi­ne im Lau­fe des No­vem­bers 2010 vor­ge­schla­gen. Vor Klä­rung der Tat­sa­chen mit den Be­tei­lig­ten will der 1. FC Kle­ve die in dem Schrei­ben der Steu­er­fahn­dung ge­nann­ten Zah­len nicht kom­men­tie­ren. Die Er­mitt­lun­gen kon­zen­trie­ren sich auf den Zei­t­raum von 2005 bis 2008.

Ver­tre­ten wird der 1. FC Kle­ve in die­ser An­ge­le­gen­heit durch den An­walt Dr. Jörg Al­ver­mann aus Köln, der auf Steu­er­recht spe­zia­li­siert ist und schon an­de­ren Fuß­ball­ver­ei­nen bei Pro­ble­men mit den Fi­nanz­be­hör­den zur Sei­te stand. Par­al­lel, so Dö­nisch-Sei­del, wer­de na­tür­lich von Ver­eins­sei­te ver­sucht, ei­ne Lö­sung zu fin­den. Die Mög­lich­kei­ten zur Lö­sung des Pro­blems sind aber über­sicht­lich. Ent­we­der der 1. FC stemmt die­se Sum­me, oh­ne das ge­ra­de ent­wor­fe­ne Fi­nan­zie­rungs­kon­zept zu be­las­ten, oder es bleibt nur der Gang zum Amts­ge­richt.

FC-Pres­se­spre­cher Frank Wöb­be­king sagt: „Der vom Fi­nanz­amt ge­for­der­te Be­trag ist für uns auf den ers­ten Blick exis­tenz­be­dro­hend.“ Vor dem Hin­ter­grund, dass man na­he­zu die­sel­be Sum­me auch für nach­träg­li­che So­zi­al­leis­tun­gen auf­brin­gen müss­te, kei­ne ge­wag­te The­se. Zu­sätz­lich könn­ten auf den Ver­ein auch noch straf­recht­li­che Kon­se­quen­zen zu­kom­men, die eben­falls ih­ren Preis ha­ben.

„Be­vor je­doch nicht klar ist, wie hoch die tat­säch­li­chen For­de­run­gen sei­tens der Fi­nanz­be­hör­de

RP-ARCHIVFOTO: STADE

Ers­te Hil­fe für Kle­ves Spiel­ma­cher Klimc­zok durch Dr. Klaus Derk­sen, Trai­ner Georg Kreß schaut zu.

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