0:0 – Le­ver­ku­sen kann Sa­lo­ni­kis Se­rie nicht be­en­den

Rheinische Post Goch - - Sport - VON STE­FAN KLÜT­TER­MANN

THES­SA­LO­NI­KI Soll­te die Ue­fa ei­nen neu­en Image­film über die Fas­zi­na­ti­on Eu­ro­pa-Le­ague dre­hen wol­len, sie hät­te ges­tern Abend auf den Rän­gen Kle­an­t­his-Vi­kel­i­dis-Sta­di­on von Thes­sa­lo­ni­ki Ma­te­ri­al im Über­fluss si­chern kön­nen. Be­reits ei­ne St­un­de vor An­pfiff des Gast­spiels von Bayer Le­ver­ku­sen in Nord­grie­chen­land bei Aris Sa­lo­ni­ki war das 23000 Zu­schau­er fas­sen­de Schmuck­käst­chen mit­ten in ei­nem Wohn­ge­biet ge­füllt, fei­er­ten die fa­na­ti­schen An­hän­ger der Haus­her­ren laut­stark und far­ben­froh sich und ih­ren Club. Die 90 Mi­nu­ten selbst und das 0:0 wa­ren dann eher fad.

Le­ver­ku­sens Trai­ner Jupp Heynckes hat­te mit Rück­sicht auf das Bun­des­li­ga­spiel am Sonn­tag ge­gen Mainz 05 sei­ne ers­te Elf gleich auf sie­ben Po­si­tio­nen ver­än­dert: Ka­pi­tän Si­mon Rol­fes stand erst­mals seit dem 17. Ok­to­ber 2009 wie­der in ei­nem Pflicht­spiel in der An­fangs­for­ma­ti­on, zu­dem rück­te Ste­fan Reinartz für den ver­letz­ten Sa­mi Hy­y­piä (ei­ne Kern­spin­to­mo­gra­phie soll heu­te Abend in Köln Auf­schluss über die Schwe­re der Bän­der­ver­let­zung ge­ben) in die In­nen­ver­tei­di­gung.

Bu­rak Ka­plan, Ni­co­lai Jör­gen­sen, Lars Ben­der, Han­no Ba­litsch und Dom­a­goj Vi­da durf­ten eben­falls von Be­ginn an ran. „Es wä­re doch lang­wei­lig, wenn im­mer die­sel­ben spie­len. Des­halb will ich auch den jun­gen Spie­lern mal ei­ne Chan­ce ge­ben. Denn wenn mal je­mand ver­letzt ist, dann müs­sen sie ja auch ran“, sag­te Heynckes.

Das Spiel be­gann mit ei­nem Feu­er­werk – vom Dach ei­nes be­nach­bar­ten Wohn­hau­ses aus. An­ders als auf den Rän­gen ging es auf dem Platz ru­hi­ger zu. Aris, das in sei­ner 42-jäh­ri­gen Eu­ro­pa­cup-Ge­schich­te noch kei­nes sei­ner nun 22 Heim­spiel ver­lor, war erst­mal um Ord­nung be­müht, Bayer ging sei­ner­seits auch kein un­nö­ti­ges Ri­si­ko. Ein Frei­stoß von Michal Kad­lec, den Aris-Kee­per Micha­lis Si­fa­kis hielt, war nach 39 Mi­nu­ten dann auch die ers­te ech­te Tor­chan­ce der Par­tie – und die ein­zi­ge der ers­ten Hälf­te.

Zehn Mi­nu­ten nach Wie­der­an­pfiff brach­ten sich dann auch die Gast­ge­ber ein­mal ak­tiv ins Of­fen­siv­spiel ein, doch Stür­mer Ko­ke schoss nach ei­nem Ball­ver­lust von Jör­gen­sen frei­ste­hend an Ré­ne Ad­ler und auch am Bayer-Tor vor­bei. Heynckes re­agier­te und brach­te Tran­quil­lo Bar­net­ta, Ar­turo Vi­dal und spä­ter auch Eren Der­diyok.

Am bie­de­ren Spiel bei­der Teams än­der­te sich je­doch nichts. Der­diy- ok ver­spiel­te leicht­fer­tig ei­ne Groß­chan­ce im An­satz, auf der Ge­gen­sei­te ver­such­te sich Aris-Mit­tel­feld­mann To­ja mit ei­nem Fern­schuss, der das Ziel knapp ver­fehl­te.

Ge­fahr kam aber vor kei­nem der bei­den To­re mehr auf. In zwei Wo­chen steigt das Rück­spiel in der BayA­re­na. Wo­mög­lich dann wie­der mit mehr Sze­nen auf als ne­ben dem Ra­sen.

Aris Sa­lo­ni­ki - Bayer Le­ver­ku­sen

FO­TO: AP

Per­fek­te Schuss­tech­nik: Ser­gio Ko­ke at­ta­ckiert von Lars Ben­der.

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