Tür­ken lo­ben Bun­des­prä­si­dent Wul­ff

Rheinische Post Goch - - Politik -

ISTAN­BUL (sei) Auf der letz­ten Sta­ti­on ih­rer Tür­kei-Rei­se ha­ben Bun­des­prä­si­dent Chris­ti­an Wul­ff und sei­ne Ehe­frau Bettina Istan­bul be­sucht. Bei der Be­sich­ti­gung der Blau­en Mo­schee ern­te­te das deut­sche Staats­ober­haupt viel Zu­stim­mung für sei­ne Re­de vom 3. Ok­to­ber, in der er den Is­lam als Teil von Deutsch­land be­zeich­net hat­te. „Sie ha­ben ge­sagt, dass Sie auch der Prä­si­dent der Mus­li­me in Deutsch­land sind, und das hat uns sehr glück­lich ge­macht“, sag­te der Imam der Blau­en Mo­schee, Em­rul­lah Ha­ti­pog­lu. Er war nicht der Ein­zi­ge, der die Hal­tung des Bun­des­prä­si­den­ten wäh­rend der Rei­se lob­te.

Wul­ff be­such­te auch die Ha­gia So­phia, die einst Kir­che, dann Mo­schee war und heu­te ein Mu­se­um ist. Zu­dem traf er den grie­chi­schor­tho­do­xen Pa­tri­ar­chen Bar­tho­lo­mä­us I. Es ist der pas­sen­de Ab­schluss ei­nes Be­su­ches, bei dem es ins­be­son­de­re um das Ver­hält­nis zwi­schen dem christ­li­chen Wes­ten und dem Is­lam so­wie um die Re­li­gi­ons­frei­heit für Chris­ten in der Tür­kei ging.

Min­des­tens zwei wich­ti­ge Er­kennt­nis­se nimmt Wul­ff mit nach Hau­se: Zum ei­nen glaubt er, in sei­nem Amts­kol­le­gen, dem tür­ki­schen Staats­prä­si­den­ten Ab­dul­lah Gül, ei­nen Part­ner ge­fun­den zu ha­ben, mit dem er vie­le deutsch-tür­ki­sche The­men an­pa­cken kann. Wul­ff lud Gül nach Deutsch­land ein, wo er ihm sei­ne Hei­mat­stadt Os­na­brück zei­gen will.

Die bei­den Prä­si­den­ten tra­fen sich an je­dem Tag des Be­su­ches und leg­ten ges­tern ge­mein­sam den Grund­stein für die deutsch-tür­ki­sche Uni­ver­si­tät. „Die kön­nen mit­ein­an­der“, sag­te ein Mit­glied der deut­schen De­le­ga­ti­on.

Das Fern­du­ell zwi­schen Wul­ff und dem baye­ri­schen Mi­nis­ter­prä­si­den­ten Horst See­ho­fer in der In­te­gra­ti­ons­fra­ge, das zu Be­ginn des Be­su­ches noch für Auf­re­gung sorg­te, war am En­de der Vi­si­te so sehr in den Hin­ter­grund ge­rückt, dass es be­reits für Wit­ze her­hielt. Wul­ff rief den mit­rei­sen­den CSU-Ab­ge­ord­ne­ten Her­bert Fran­ken­hau­ser bei ei­nem Fo­to­ter­min im or­tho­do­xen Pa­tri­ar­chat an sei­ne lin­ke Sei­te. Als Fran­ken­hau­ser zö­ger­te, rief Wul­ff ihm zu: „Kei­ne Sor­ge, auf den Fo­tos wird Herr See­ho­fer Sie ja rechts von mir se­hen.“ LONDON (rtr) Das mo­derns­te und größ­te bri­ti­sche Atom-U-Boot, die „HMS As­tu­te“, hat vor der schot­ti­schen West­küs­te ei­nen Fel­sen ge­rammt und ist auf Grund ge­lau­fen. Das Ver­tei­di­gungs­mi­nis­te­ri­um be­ton­te, es han­de­le sich nicht um ei­nen „ato­ma­ren Zwi­schen­fall“. An Bord hät­ten sich kei­ne Ra­ke­ten be­fun­den. Das Boot sei nur zu Über­wa­chungs­zwe­cken un­ter­wegs ge­we­sen. Ver­letzt wur­de nie­mand. Ge­gen Abend, nach Ein­set­zen der Flut, wur­de das U-Boot von Schif­fen der Ma­ri­ne be­freit und in tie­fe­res Ge­wäs­ser ge­zo­gen.

FO­TO: REUTERS

Die „ HMS As­tu­te“.

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