Sün­den der Ver­gan­gen­heit wer­den mil­der be­ur­teilt

Rheinische Post Goch - - Wissen -

CAM­BRIDGE (dapd) Die Beur­tei­lung ei­ner un­mo­ra­li­schen Tat müss­te ei­gent­lich im­mer gleich aus­fal­len, un­ab­hän­gig vom Zeit­punkt des Ge­sche­hens. Dem ist je­doch nicht so, wie jetzt der US-For­scher von der Uni­ver­si­ty of Chi­ca­go durch psy­cho­lo­gi­sche Tests her­aus­ge­fun­den hat. Viel­mehr wird die­sel­be Tat als deut­lich schlim­mer emp­fun­den, wenn ih­re Aus­füh­rung noch be­vor­steht. Hat das Er­eig­nis be­reits statt­ge­fun­den, for­der­ten die Ver­suchs­teil­neh­mer da­für ein deut­lich ge­rin­ge­res Straf­maß ein als beim glei­chen Sze­na­rio in der Zu­kunft. Der Wis­sen­schaft­ler ver­mu­tet als Ur­sa­che für die un­ter­schied­li­che Beur­tei­lung die star­ke Zu­kunfts­prä­gung des Men­schen.

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