Roo­ney ver­län­gert Ver­trag in Man­ches­ter

Rheinische Post Goch - - Sport -

MAN­CHES­TER (sid) Way­ne Roo­ney ist im­mer für ei­ne Über­ra­schung gut. Der eng­li­sche Fuß­ball-Star hat sich nach ei­ner chao­ti­schen Wo­che nun doch mit Re­kord­meis­ter Man­ches­ter United auf ei­nen neu­en Fünf­Jah­res-Ver­trag bis Ju­ni 2015 ge­ei­nigt. „Ich ha­be in den letz­ten Ta­gen mit dem Ma­na­ger und den Klub­chefs ge­spro­chen. Sie ha­ben mich da­von über­zeugt, dass ich hier­her ge­hö­re“, er­klär­te der 24-Jäh­ri­ge sei­nen Sin­nes­wan­del.

Die An­kün­di­gung, den Ver­ein ver­las­sen zu wol­len, hat­ten Man­ches­ter und En­g­land in Auf­ruhr ver­setzt. Ge­ra­de­zu feind­se­lig hat­ten die Ma­nU-Fans re­agiert, was dar­in gip­fel­te, dass am Don­ners­tag rund 40 auf­ge­brach­te An­hän­ger vor der fünf Mil­lio­nen Eu­ro teu­ren Vil­la Roo­neys in Prest­bu­ry ge­gen den Stür­mer ge­pö­belt hat­ten. „Un­ter- schrei­be für Ci­ty – und du bist tot“, lau­te­te gar die Dro­hung auf ei­nem Ban­ner als Re­ak­ti­on auf die Ge­rüch­te um ei­nen Wech­sel zum ge­hass­ten Lo­kal­ri­va­len.

Nun ha­ben sich al­le wie­der lieb. Das an­ge­spann­te Ver­hält­nis zwi­schen Te­am­ma­na­ger Sir Alex Fer­gu­son und Roo­ney, der drei Wo­chen we­gen ei­ner Knö­chel­ver­let­zung aus­fällt, scheint ge­kit­tet. „Er hat Cha­rak­ter ge­zeigt. Manch­mal be­darf es Er­eig­nis­se wie die der letz­ten Ta­ge, um Sa­chen zu ver­ste­hen. Ich den­ke, Way­ne ver­steht nun, wie groß Man­ches­ter United ist“, sag­te der Schot­te, der seit 1986 die Ge­schi­cke des Klubs lei­tet.

Doch auch Geld wird ei­ne wich­ti­ge Rol­le ge­spielt ha­ben. Roo­ney dürf­te nun auf ei­ner Stu­fe mit den ganz Gro­ßen sei­nes Ge­schäfts ste­hen. Rund 150 000 Pfund pro Wo­che hat­te sein Be­ra­ter Paul Stret­ford, ein frü­he­rer Staub­sau­ger-Ver­tre­ter, in den Ver­hand­lun­gen ge­for­dert, was ein Jah­res­ge­halt von neun Mil­lio­nen Eu­ro be­deu­ten wür­de.

An­fang der Wo­che wa­ren al­le Ge­sprä­che ab­ge­bro­chen wor­den. Roo­ney hat­te feh­len­de Ga­ran­ti­en hin­sicht­lich ei­ner schlag­kräf­ti­gen Mann­schaft be­klagt, was Fer­gu­son „scho­ckiert und ent­täuscht zur Kennt­nis“ ge­nom­men hat­te. Doch nicht nur des­halb soll das Ver­hält­nis an­ge­spannt ge­we­sen sein. Seit dem Be­kannt­wer­den der Af­fä­re mit zwei Pro­sti­tu­ier­ten soll Fer­gu­son sei­nen eins­ti­gen Lieb­lings­schü­ler igno­riert ha­ben, zu­letzt saß Roo­ney auf der Er­satz­bank. Kom­men­tar

FO­TO: AP

Kraft­pa­ket am Ball: Way­ne Roo­ney, seit 2004 bei Ma­nU.

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