2:0 – Her­tha BSC stoppt Ver­fol­ger Fürth

Rheinische Post Goch - - Sport -

BERLIN (sid) Erst­li­ga-Ab­stei­ger Her­tha BSC bleibt als ein­zi­ger der 36 deut­schen Pro­fi­klubs in der Meis­ter­schaft un­ge­schla­gen. Wa­le­ri Do­mowt­schi­ski eb­ne­te dem Top­fa­vo­ri­ten im Spit­zen­spiel der 2. Fuß­bal­lBun­des­li­ga den Weg zum Sieg und si­cher­te die Ta­bel­len­füh­rung. Der Bul­ga­re er­ziel­te in der 76. Mi­nu­te den wich­ti­gen Füh­rungs­tref­fer ge­gen Ver­fol­ger SpVgg Greu­ther Fürth. Der Bra­si­lia­ner Raf­fa­el sorg­te in der Schluss­mi­nu­te für die Ent­schei­dung. Die Gast­ge­ber sind nun seit dem 17. Sep­tem­ber in 458 Spiel­mi­nu­ten oh­ne Ge­gen­tref­fer. Da­mals traf der sechs Mi­nu­ten zu­vor ein­ge­wech­sel­te Nie­der­län­der San­ti Kolk für Uni­on Berlin zum 1:1 – ei­ner von zwei Punkt­ver­lus­ten.

Die Ber­li­ner bau­ten mit dem sieb­ten Er­folg im neun­ten Spiel ih­ren Vor­sprung vor den Fran­ken auf vier Punk­te aus. Mor­gen kann der MSV Duis­burg mit ei­nem Heim­sieg ge­gen Karlsruhe auf zwei Zäh­ler her­an­kom­men. Lan­ge sah es nach dem zwei­ten tor­lo­sen Re­mis in Fol­ge im Olym­pia­sta­di­on aus. Zwei­ein­halb Wo­chen nach dem Aa­chenSpiel ver­ga­ben die Ber­li­ner ge­gen die de­fen­siv­star­ken Fran­ken zu­nächst vie­le hoch­ka­rä­ti­ge Tor­chan­cen. Vor al­lem Adri­an Ra­mos tat sich als Chan­cen­tod her­vor.

So traf der Ko­lum­bia­ner in der 42. Mi­nu­te die Lat­te. Auch nach ei­nem Schuss von Raf­fa­el und ei­ner Ab­wehr von Ver­tei­di­ger Tho­mas Klei­ne auf der Li­nie hat­te Ra­mos Pech: Der Ball traf ihn an der Brust und sprang dann knapp ne­ben den Pfos­ten (69.). Nach ei­nem Flan­ken­lauf von Le­wan Ko­bia­schwi­li und ei­ner ver­un­glück­ten Ab­wehr der Gäs­te knack­te dann Do­mowt­schi­ski das Für­ther Boll­wer. Her­tha-Ka­pi­tän And­re Mija­to­vic, im Som­mer 2007 in Un­frie­den aus Fürth weg­ge­gan­gen, nennt den Grund für den gu­ten Start: „Wir ha­ben die 2. Li­ga vom Kopf her an­ge­nom­men.“

So­mit hat­te nur ei­ner der bei­den Freun­de ges­tern was zu fei­ern. Ber­lins Ma­na­ger Michael Preetz (43) und Fürths Trai­ner Mi­ke Büs­kens (42) wa­ren Nie­der­rhein­meis­ter mit der C-Ju­gend von Fortu­na Düsseldorf. Jah­re spä­ter ab­sol­vier­te Büs­kens beim Va­ter von Preetz sei­ne Aus­bil­dung zum Koch. „Er hat mei­nen Fuß­ball-Wahn da­mals un­ter­stützt“, er­zähl­te der ehe­ma­li­ge Schal­ker Bun­des­li­ga-Pro­fi und Chef­trai­ner.

FO­TO: DPA

Ju­bel nach dem 2:0: Tor­schüt­ze Raf­fa­el und Adri­an Ra­mos.

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