Fünf Re­gio­nal­li­gen ab 2012

Rheinische Post Goch - - Sport -

ES­SEN (pet) Der Prä­si­dent hat­te die Ein­heit des deut­schen Fuß­balls be­schwo­ren. Und die De­le­gier­ten des DFB-Bun­des­tags folg­ten ar­tig. Die zu­vor heiß dis­ku­tier­te Struk­tur­re­form der vier­ten Spiel­klas­se ge­horcht ei­nem Kom­pro­miss-Mo­dell und ver­eint In­ter­es­sen der Pro­fis und der Ama­teu­re. Statt drei gibt es ab 2012 fünf re­gio­na­le Spiel­klas­sen un­ter der drit­ten Li­ga, auf­ge­teilt in Nord, Nord­ost, West, Süd­west und Bay­ern. In kei­ner Li­ga wer­den mehr als sie­ben Zweit­ver­tre­tun­gen der Pro­fi­klubs an­tre­ten. Dar­auf hat­ten die Ama­teu­re be­stan­den, die ur- sprüng­lich mal ei­ne ei­ge­ne Staf­fel al­lein für die wirt­schaft­lich we­nig in­ter­es­san­ten, fuß­bal­le­risch aber meist sehr star­ken zwei­ten Mann­schaf­ten ge­for­dert hat­ten.

„Es ist kein Kö­nigs­weg“, sag­te Li­ga-Prä­si­dent Rein­hard Rau­ball als obers­ter Ver­tre­ter der Be­rufs­fuß­bal­ler, „aber den gibt es hier auch nicht.“ Die Pro­fis hät­ten lie­ber das al­te Mo­dell be­hal­ten. „Es ist ei­ne sport­po­li­ti­sche Ent­schei­dung“, ur­teil­te der Li­ga-Prä­si­dent, „wir woll­ten den Bruch ver­hin­dern.“ Da­für gab es na­tür­lich so­gar Bei­fall aus der Ama­teur­ab­tei­lung.

All­zu ehr­gei­zi­gen Ver­eins­ma­na­gern, die ih­ren Klub un­be­dingt in der vier­ten Li­ga se­hen wol­len, gab Rein­hard Rau­ball al­ler­dings noch ei­nen kos­ten­lo­sen Rat­schlag. „So man­cher soll­te sich bit­te mal selbst­kri­tisch über­prü­fen, da­mit wir nicht wie­der so vie­le In­sol­venz­fäl­le in der Re­gio­nal­li­ga be­kom­men wie in der ver­gan­ge­nen Spiel­zeit, als es fast kei­nen sport­li­chen Ab­stieg gab“, mahn­te der Dort­mun­der Ju­rist, „vi­el­leicht setzt dann ein Selbst­rei­ni­gungs­pro­zess ein, der die La­ge der Re­gio­nal­li­ga ver­bes­sert.“

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