Win­deck kommt als Fa­vo­rit

Der 1. FC Kle­ve möch­te sich nach der 1:5-Klat­sche in Er­ken­schwick re­ha­bi­li­tie­ren. Trai­ner Georg Kreß kann aus dem Vol­len schöp­fen und hofft ge­gen den Ti­tel­fa­vo­ri­ten auf ei­ne Über­ra­schung.

Rheinische Post Goch - - Sport Lokal -

Ei­ne trau­ri­ge Hi­obs­bot­schaft jagt am Bres­ser­berg die an­de­re, den­noch gibt es auch noch den Fuß­ballall­tag beim fi­nan­zi­ell schwer an­ge­schla­ge­nen 1. FC Kle­ve. Am mor­gi­gen Sonn­tag war­tet mit Ger­ma­nia Win­deck ei­ne ganz schwe­re Auf­ga­be auf die Schütz­lin­ge von Georg Kreß. Die Gäs­te wol­len un­be­dingt den Auf­stieg in die Re­gio­nal­li­ga schaf­fen und ha­ben sich vor der Sai­son ent­spre­chend ver­stärkt. So­mit ha­ben die Gäs­te, die im Vor­jahr in Kle­ve klar die Ober­hand be­hiel­ten, auch dies­mal wie­der ei­nen Sieg auf der Rech­nung. Trai­ner Hei­ko Scholz zeigt aber Re­spekt vor dem Geg­ner: „Die ha­ben vor dem 1:5 in Er­ken­schwick fünf Spie­le in Fol­ge nicht ver­lo­ren, es wird kei­ne leich­te Auf­ga­be für uns, der FC hat viel Po­ten­zi­al und mit Ma­ri­us So­wis­lo ei­nen her­aus­ra­gen­den Stür­mer, der im­mer für To­re gut ist.“

Der 44-jäh­ri­ge Scholz, der aus der ehe­ma­li­gen DDR stammt und sei­ne Kar­rie­re in sei­ner Hei­mat­stadt Gör­litz star­te­te, hat in der Bun­des­li­ga für Dy­na­mo Dres­den, Bayer Le­ver­ku­sen und Wer­der Bre­men ge­spielt. Der Mit­tel­feld­spie­ler war von 2003 bis 2009 Co.-Trai­ner beim MSV Duis­burg, seit 2009 hat er nun das Sa­gen in Win­deck.

Dort möch­te er nun mit ei­ner ver­stärk­ten Mann­schaft den Auf­stieg rea­li­sie­ren im Kon­kur­renz­kampf mit dem Tra­di­ti­ons­klub Rot-Weiß Es­sen. Am letz­ten Wo­che­n­en­de trenn­ten sich die­se Mann­schaf­ten mit ei­nem tor­lo­sen Re­mis. Hei­ko Scholz: „Die­ses Er­geb­nis ging ab­so­lut in Ord­nung, das Spiel hat­te kei­nen Sie­ger ver­dient.“

Sie­gen möch­te er na­tür­lich in der Schwa­nen­stadt, wo er al­ler­dings auf Ja­red Jör­gens (Au­to­un­fall) ver­zich­ten muss. Frag­lich ist auch das Mit­wir­ken des 37jäh­ri­gen Of­fen­siv- spie­lers Mar­kus Kurth, der u.a. als Pro­fi beim 1. FC Köln und dem MSV Duis­burg ein To­re­ga­rant war. „Mar­kus ist in je­der Hin­sicht ein Vor­bild, es wä­re scha­de, wenn er nicht mit­wir­ken könn­te“, lobt Scholz den treff­si­che­ren „Ol­die“. An­ge­schla­gen ist zu­dem Da­li­bor Kar­nay.

Kle­ve-Trai­ner Kreß sieht sich in ei­ner kla­ren Au­ßen­sei­ter­rol­le: „Für mich ist Win­deck ein Top­fa­vo­rit, der am En­de auch oben ste­hen müss­te. Ich schät­ze die Ger­ma­nia stär­ker ein als Rot-Weiß Es­sen. Die ha­ben sich enorm ver­stärkt und nach ei­nem et­wa holp­ri­gen Start schnell in die Spur ge­fun­den. Fi- nan­zi­ell spie­len die oh­ne­hin in ei­ner an­de­ren Li­ga als Kle­ve.“

Das 1:5-De­ba­kel in Er­ken­schwick hat Kreß in­zwi­schen ab­ge­hakt: „Ich war na­tür­lich sehr ver­är­gert, weil die Ein­stel­lung nicht die bes­te war. Man darf aber auch nicht ver­ges­sen, dass wir zu­vor fünf Spie­le nicht ver­lo­ren ha­ben.“ Ge­gen Win­deck er­war­tet er Wie­der­gut­ma­chung. Ge­gen die­sen spiel­star­ken Geg­ner sei es wich­tig, die Räu­me eng zu ma­chen und hin­ten si­cher zu ste­hen. Per­so­nel­le Pro­ble­me gibt es nicht. Si­mon Ro­em­gens wird in der Re­ser­ve auf­lau­fen wie auch zwei wei­te­re Ak­teu­re.

RP-ARCHIVFOTO: WEIN­GAR­TEN.

Im Vor­jahr be­hielt Ger­ma­nia Win­deck am Bres­ser­berg die Ober­hand, auch wenn in die­ser Sze­ne Be­ne­dikt Ko­ep den Ball ge­gen sei­nen schwarz-gel­ben Ge­gen­spie­ler ver­tei­digt.

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