Ma­le­di­ven

Rheinische Post Goch - - Reise& Welt -

da­mit über neun ver­schie­de­ne Re­stau­rants. Der nie­der­län­di­sche Kü­chen­chef des Re­sorts Ku­rum­ba Mal­di­ves, der äl­tes­ten Fe­ri­en­in­sel der Ma­le­di­ven, kennt die Un­wäg­bar­kei­ten, mit de­nen man im Fe­ri­en­pa­ra­dies zu kämp­fen hat: „Wir be­zie­hen un­se­re Pro­duk­te aus der gan­zen Welt“, sagt Min­ten. Fleisch aus Aus­tra­li­en, Milch­pro­duk­te aus Deutsch­land, Wein aus Frank­reich. Nur so schafft er es, den Gäs­ten auch in ei­nem streng mus­li­mi­schen Land den Kom­fort zu bie­ten, den sie in ei­nem Fünf-Ster­neHo­tel er­war­ten – und das Er­geb­nis schmeckt her­vor­ra­gend. Ein­mal pro Wo­che bie­tet das Ho­tel zu­dem ei­nen kos­ten­lo­sen Cock­tail­emp­fang und ei­ne ex­klu­si­ve Wein­ver­kos­tung an. Zu den Gäs­ten auf Ku­rum­ba zähl­ten schon Po­lit­grö­ßen wie Ge­or­ge Bush oder Bill Cl­in­ton. Und je­der Gast kann sich et­was prä­si­di­al füh­len, wenn er zum Bei­spiel in ei­ner der lu­xu­riö­sen Pool-Vil­len lo­giert. Schon der weit­läu­fi­ge Wohn­be­reich ist im­po­sant, mit Him­mel­bett, Flach­bild­fern­se­her und ei­nem hoch­mo­der­nen Bad mit al­len Fi­nes­sen. Doch erst der zu je­der die­ser Vil­len zu­ge­hö­ri­ge Au­ßen­pool ver­schlägt dem Be­su­cher die Spra­che. In ei­nem klei­nen Gar­ten, ab­ge­schot­tet von den an­de­ren Gäs­ten, kön­nen sich die Gäs­te auf ei­nem Di­wan aa­len und zur Ab­küh­lung in den Pool sprin­gen. So schafft es die An­la­ge trotz ih­rer Grö­ße – im­mer­hin be­her­bergt die In­sel 180 Bun­ga­lows – ei­ne in­ti­me At­mo­sphä­re zu er­zeu­gen.

Wem das noch nicht ge­nügt, dem bleibt im­mer noch der Aus­flug in den Spa-Be­reich. Im ed­len Fünf-Ster­ne-Re­sort Ve­las­sa­ru Mal­di­ves et­wa liegt der Well­ness­tem­pel in den für die Ma­le­di­ven ty­pi­schen Pool­vil­len: Im Ru­he­be­reich ent­spannt der Gast im Whirl­pool un­ter frei­em Him­mel, ehe er vor Mas­sa­ge ab­ge­holt wird – auch dies ist ei­ne herr­li­che Art, um ent­spannt sei­ne Zeit zu ver­trö­deln.

Singles sei im Üb­ri­gen da­von ab­ge­ra­ten, al­lein auf die Ma­le­di­ven zu flie­gen. Zu hoch ist das Frus­tra­ti­ons­po­ten­zi­al, wenn man um­ge­ben von lau­ter „Ho­ney­moo­nern“ ist.

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