We­ni­ger ist mehr

Rheinische Post Goch - - Beruf& Karriere -

(tmn) Vie­le Be­wer­ber ste­cken ih­re Un­ter­la­gen in Pro­spekt­hül­len, hat der Coach Mar­tin Wehr­le be­ob­ach­tet. Doch ge­nau das sei falsch: „Wenn man Per­so­na­ler da­zu zwingt, je­de Sei­te aus den Hül­len zu neh­men, brummt man ihm ei­ne re­gel­rech­te Straf­ar­beit auf.“

Bei Be­wer­bungs­map­pen gilt das Mot­to: We­ni­ger ist manch­mal mehr. Denn es wirkt schnell über­trie­ben, wenn Be­wer­ber durch ei­ne ex­tra­va­gan­te Form ih­rer Be­wer­bung auf­fal­len wol­len. Man­che ver- such­ten et­wa Auf­se­hen zu er­re­gen, in­dem sie be­son­ders teu­res Pa­pier oder Le­der­map­pen ver­wen­den. „Da­mit wol­len sie si­gna­li­sie­ren, dass Sie et­was Be­son­de­res sind.“ Das kom­me aber nicht gut an: „Der Per­so­na­ler hat we­nig Zeit. Er will har­te Fak­ten. Al­les an­de­re lenkt nur ab.“ Eben­so kann es den Ex­per­ten zu­fol­ge schnell über­trie­ben klin­gen, wenn Be­wer­ber ei­ne Stel­le gleich als ih­ren Traum­job be­zeich­nen und von der Fir­ma in den höchs­ten Tö­nen schwär­men.

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