Fa­bia Com­bi 1,2 TSI

Die op­ti­schen Neue­run­gen des Fa­bia las­sen sich nur auf den zwei­ten Blick aus­ma­chen – so­fort über­zeu­gen hin­ge­gen die spar­sa­men Mo­to­ren.

Rheinische Post Goch - - Auto& Mobil - VON PIA TER­HE­YDEN

Die Kon­kur­renz im Klein­wa­gen-Se­ge­ment ist groß: Da strei­ten sich VW Po­lo, Peu­geot 207, Seat Ibi­za und Ford Fies­ta um die Gunst der Kun­den. Und ob­wohl der Fa­bia seit drei Jah­ren Im­port-Best­sel­ler ist, ha­ben die Sko­da-De­si­gner ih­rem in die Jah­re ge­kom­me­nen Kleins­ten nun ein Face­lift ver­passt. „Es gibt kein Bau­teil, das wir nicht an­ge­fasst hät­ten“, sagt Eck­hard Scholz, tech­ni­scher Ent­wick­lungs­lei­ter. Die­se An­sa­ge klingt viel­ver­spre­chend, ent­puppt sich aber beim ge­naue­ren Hin­schau­en als ziem­lich dick auf­ge­tra­gen. Das Lif­ting be­trifft im we­sent­li­chen die Vor­der­front. We­gen der neu­en, spar­sa­me­ren Mo­to­ren muss­te die Front neu kon­stru­iert wer­den. Jetzt wirkt sie ins­ge­samt kraft­vol­ler und selbst­be­wuss­ter dank grö­ße­rer Luft­ein­läs­se in den Stoß­fän­gern und des drei­di­men­sio­nal an­ge­leg­ten Küh­ler­grills. Auch die Schein­wer­fer sind nun groß­flä­chi­ger; sie zie­hen sich weit in die Sei­ten­flan­ke hin­ein. Das schmei­chelt vor al­len den Pro­por­tio­nen.

Bei der Neu­ge­stal­tung des In­nen­raums gab es die üb­li­chen Zu­ta­ten wie neue Pol- ster­stof­fe, ein paar Chrom-Ap­pli­ka­tio­nen, ge­än­der­te Be­dien­ele­men­te und mo­der­ne Au­dio-und Na­vi­ga­ti­ons­sys­te­me. Ge­blie­ben ist die gu­te Ver­ar­bei­tung, auch wenn die vie­len Kunst­stoff-Flä­chen we­nig wer­tig wir­ken. Hier wird der Ab­stand zum teu­re­ren VW Po­lo, auf des­sen Ba­sis der Fa- bia ge­baut wird, ganz be­son­ders deut­lich. Das tut aber dem Wohl­ge­fühl an Bord kei­nen Ab­bruch – vor al­lem in punc­to Platz­an­ge­bot ist der Fa­bia Com­bi kon­kur­renz­los.

Die wirk­li­che Über­ra­schung ver­birgt sich bei dem klei­nen Tsche­chen aber un­ter der Mo­tor­hau­be. Der neue TSI-Mo­tor aus dem VW-Mut­ter­kon­zern ist spar­sam und trotz­dem agil. Oh­ne An­fahrt­schwä­che kommt der Fa­bia vom Fleck und zeigt auch bei ei­ner Höchst­ge­schwin­dig­keit von 178 km/h für ei­nen Klein­wa­gen ei­ne er­staun­li­che Lauf­ru­he. Selbst der Blick auf der Ver­brauchs­an­zei­ge über­zeugt: 6,4 Li­ter Nor­mal­ben­zin sind für den 1,2-Li­ter TSI-Mo­tor durch­aus ak­zep­ta­bel.

Noch spar­sa­mer ist die zwei­te Ge­ne­ra­ti­on der so­ge­nann­ten Gre­en­li­ner, die jetzt auf den Markt ge­kom­men ist. Auf Ba­sis von di­rekt­ein­sprit­zen­den Tur­bo-Die­sel-Mo­to­ren gibt es zwei Va­ri­an­ten: ei­nen 1,2 -Li­ter-Drei­zy­lin­der mit 75 PS und ei­nen 1,6-Li­ter-Vier­zy­lin­der mit 105 PS. Au­ßer­dem ha­ben al­le Gre­en­li­ner-Mo­del­le Schalt­emp­feh­lung, Brem­s­ener­gie-Rück­ge­win­nung so­wie ae­ro­dy­na­mi­sche Ve­rän­de­run­gen an Ka­ros­se­rie und Un­ter­bo­den. Dar­über hin­aus sind sie mit ei­nem Star­tS­topp-Sys­tem aus­ge­stat­tet, das im Stadt­ver­kehr für bis zu 0,8 Li­ter-Spir­t­er­spar­nis sorgt. Ein Gre­en­li­ner im Fa­bia Com­bi-Kleid hat al­ler­dings auch sei­nen Preis: Er ist 700 Eu­ro teu­rer als der klei­ne Bru­der.

Funk­tio­nal Das Platz­an­ge­bot im In­nen­raum ist sehr groß­zü­gig.

Ty­pisch Die vi­sier­ar­ti­gen Fens­ter­flä­chen sind ein Mar­ken­zei­chen des Fa­bia.

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