Un­si­cher­heit lähmt im Ab­stiegs­kampf

Rheinische Post Goch - - Sport -

Kompakt ste­hen, gut ge­gen den Ball ar­bei­ten: Nicht nur Glad­bachs Trai­ner Michael Front­zeck be­dient sich ger­ne die­ser mo­di­schen Ter­mi­no­lo­gie, de­ren Be­deu­tung so ein­fach aus­zu­drü­cken ist: Tor­mög­lich­kei­ten und vor al­lem Tref­fer des Geg­ners ver­hin­dern. Das Pro­blem ist, dass die Mann­schaft dies nicht mehr um­setzt. 27 Ge­gen­to­re in neun Spie­len, ex­akt drei pro Par­tie: ein Schnitt, mit dem der Ab­stieg kaum zu ver­hin­dern ist.

Die Bo­rus­sen ha­ben nicht erst den Bre­mern viel zu viel Raum ge­las­sen und zu To­ren ein­ge­la­den. Lo­gan Bail­ly ist nicht der al­lein Schul­di­ge für all die Nie­der­la­gen. Auch Of­fen­siv­kräf­te, die nicht ge­nü­gend de­cken und vor al­lem zu vie­le Chan­cen aus­las­sen, hat­ten ih­ren An­teil. Doch der nur noch mit im­mer neu­en Fri­su­ren und Tat­toos schil­lern­de Tor­hü­ter hat sei­ne po­si­ti­ve Aus­strah­lung ver­lo­ren. Er ret­tet kei­ne Spie­le mehr und wird nun obend­rein zum Ge­spött der ei­ge­nen Fans. Das bräch­te wei­te­re Un­si­cher­heit. Ihm und dem Team.

Front­zeck mit sei­nen Er­fol­gen der vo­ri­gen Sai­son hat wei­ter Rück­halt in der Ver­eins­spit­ze und beim Groß­teil der Fans. Al­le ha­ben ge­lernt, dass schnel­le Trai­ner­wech­sel kei­nen Er­folg ga­ran­tie­ren. Aber Front­zeck muss bald für Er­fol­ge sor­gen, sonst grei­fen ir­gend­wann doch die Mecha­nis­men des Ge­schäfts. Dann gibt es kei­ne ru­hi­gen Dis­kus­sio­nen mehr.

O. E. SCHÜTZ

Newspapers in German

Newspapers from Germany

© PressReader. All rights reserved.