Bun­des­jus­tiz­mi­nis­te­rin nennt „Tat­ort In­ter­net“ rei­ße­ri­sches For­mat

Rheinische Post Goch - - Gesellschaft -

BERLIN (dapd) In der De­bat­te um die RTL2-Rei­he „Tat­ort In­ter­net“ hat sich Bun­des­jus­tiz­mi­nis­te­rin Sa­bi­ne Leu­theus­serSchnar­ren­ber­ger ge­gen die öf­fent­li­che Bloß­stel­lung mut­maß­lich pä­do­phi­ler Män­ner aus­ge­spro­chen. „Der mit­tel­al­ter­li­che Pran­ger ist dem Rechts­staat un­wür­dig“, sag­te die FDP-Po­li­ti­ke­rin der „Süd­deut­schen Zei­tung“. Das The­ma Kin­des­miss­brauch sei „viel zu ernst für ein rei­ße­ri­sches For­mat“. In der Sen­dung, die un­ter an­de­rem von Ste­pha­nie zu Gut­ten­berg prä­sen­tiert wird, wer­den mut­maß­li­che Pä­do­phi­le im Netz mit Hil­fe von Lock­vö­geln ent­larvt. Die Mi­nis­te­rin warn­te, die straf­recht­li­che Ver­fol­gung von Kin­des­miss­brauch sei al­lein Auf­ga­be des Staa­tes. „Über Schuld und Un­schuld ent­schei­den un­ab­hän­gi­ge Ge­rich­te nach den Re­geln des Straf­rechts, nicht rei­ße­ri­sche Sen­de­for­ma­te nach den Re­geln der Quo­te“, er­klär­te sie.

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