Schwei­zer Frei­den­ker ge­gen Gip­fel­kreu­ze

Rheinische Post Goch - - Gesellschaft -

LU­ZERN (kna) Die Frei­den­ker-Ver­ei­ni­gung Schweiz treibt den Streit ums Kreuz auf die Spit­ze: Sie will Gip­fel­kreu­ze in der Al­pen­re­pu­blik ver­bie­ten. Über­all dort, wo sich der Staat re­prä­sen­tie­re, müss­ten re­li­giö­se Zei­chen ent­fernt wer­den, for­der­te Frei­den­ker-Ge­schäfts­füh­re­rin Re­ta Cas­par. Im Rah­men der Bau­be­wil­li­gungs­ver­fah­ren, die für die Er­stel­lung von neu­en Gip­fel­kreu­zen er­for­der­lich sei­en, wer­de man je­weils Ein­spruch er­he­ben. Das wer­de auch beim Er­satz von be­ste­hen­den Kreu­zen der Fall sein. Die Frei­den­ker-Ver­ei­ni­gung, die nach ei­ge­nen An­ga­ben 1700 Mit­glie­der hat, wen­det sich auch ge­gen Kreu­ze in Kran­ken­häu­sern oder Schu­len. An­fang Ok­to­ber war der Prä­si­dent der Ver­ei­ni­gung als Leh­rer im Kan­ton Wal­lis frist­los ent­las­sen wor­den, weil er sich ge­wei­gert hat­te, in sei­ner Klas­se ein Kreuz auf­zu­hän­gen. Zu­dem hat­te er von der Ver­wal­tung ei­ne „kon­se­quen­te re­li­giö­se Neu­tra­li­tät” ge­for­dert. Die Be­hör­de ver­wies auf Ar­ti­kel 3 des Wal­li­ser Schul­ge­set­zes. Dem­nach sol­le sich ei­ne Schu­le be­mü­hen, den Schü­ler auf „sei­ne Auf­ga­be als Mensch und Christ” vor­zu­be­rei­ten.

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