Frank-Wal­ter St­ein­mei­er: „Ich bin zu­rück“

Rheinische Post Goch - - Politik -

BERLIN (brö) Die Stim­me noch et­was brü­chig, das Ge­sicht blas­ser als sonst. Doch die Freu­de an der Rück­kehr in die Po­li­tik war SPDFrak­ti­ons­chef Frank-Wal­ter St­ein­mei­er ges­tern in Berlin an­zu­mer­ken. „Ich bin zu­rück“, sag­te St­ein­mei­er ges­tern vor der Sit­zung des SPD-Frak­ti­ons­vor­stan­des. „Mir geht es gut, und mei­ner Frau eben­falls“, er­gänz­te er.

Der 54-jäh­ri­ge SPD-Po­li­ti­ker hat­te En­de Au­gust sei­ner Frau El­ke Bü­den­be­n­der ei­ne Nie­re ge­spen­det. Bei­de sol­len den Ein­griff gut über­stan­den ha­ben. Sie ver­brach­ten meh­re­re Wo­chen in ei­ne Re­ha-Kli­nik. Wäh­rend El­ke Bü­den­be­n­der auf Rat der Ärz­te al­ler­dings we­gen ei­ner In­fek­ti­ons­ge­fahr Men­schen­an­samm­lun­gen mei­den soll, durf­te Frank-Wal­ter St­ein­mei­er nach ei­nem Kurz­ur­laub mit sei­ner Toch­ter Mer­rit in Süd­ti­rol wie­der ins po­li­ti­sche Ge­schäft ein­stei­gen.

„Er wirk­te an­griffs­lus­tig und gut ge­launt“, er­zähl­te ein Teil­neh­mer der SPD-Frak­ti­ons­sit­zung spä­ter. Of­fen­bar hat der Nie­der­sach­se mit dem wei­ßen Haar die Po­li­tik nur be­dingt ver­misst. Acht Wo­chen, so St­ein­mei­er am Mon­tag, sei­en ei­gent­lich ei­ne lan­ge Zeit: „Rück­wir­kend kommt mir das gar nicht so vor.“ Heu­te tritt er mit SPD-Chef Sig­mar Gabriel in Berlin vor die Pres­se. Ein Jahr Schwarz-Gelb, lau­tet das The­ma ih­rer Pres­se­kon­fe­renz. Das klingt nach An­griff.

FO­TO: DAPD

Zu­rück im Po­li­tik-Be­trieb: SPD-Frak­ti­ons­chef Frank-Wal­ter St­ein­mei­er.

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