Frau­en be­kom­men acht Pro­zent we­ni­ger

Rheinische Post Goch - - Wirtschaft -

WIESBADEN (RP) Frau­en in Deutsch­land ver­die­nen selbst bei glei­cher Tä­tig­keit deut­lich we­ni­ger als ih­re männ­li­chen Kol­le­gen. Der Ver­dienst-Un­ter­schied lie­ge bei acht Pro­zent, teil­te das Sta­tis­ti­sche Bun­des­amt ges­tern mit. Be­son­ders groß ist die Dif­fe­renz in den ost­deut­schen Län­dern: Hier be­kom­men Frau­en zwölf Pro­zent we­ni­ger, in den west­deut­schen Län­dern be­trägt der Ab­stand nur acht Pro­zent.

Die tat­säch­li­chen Ge­halts­un­ter­schie­de sind so­gar noch grö­ßer. Denn in der Rea­li­tät ha­ben Frau­en sich oft für schlech­ter be­zahl­te Be­ru­fe ent­schie­den und sind we­ni­ger oft auf Füh­rungs­po­si­tio­nen zu fin­den. Da­her ar­bei­ten vie­le Frau­en auf we­ni­ger qua­li­fi­zier­ten Stel­len als Män­ner. Rech­net man das her­aus, kommt man zu noch grö­ße­ren Un­ter­schie­den: Dem­nach liegt der tat­säch­li­che Brut­to­stun­den­lohn der Frau­en um 23 Pro­zent un­ter dem der Män­ner. Im Os­ten be­trägt die Lü­cke sechs Pro­zent, im Wes­ten 24 Pro­zent.

Da­bei sind die Ab­stän­de in den Bran­chen un­ter­schied­lich stark (sie­he Gra­fik). In Bran­chen, die be- son­ders ho­he Löh­ne zah­len wie Wirt­schafts­prü­fer, sind Frau­en nur un­ter­durch­schnitt­lich ver­tre­ten. Ent­spre­chend groß ist hier auch die Lü­cke. In Bran­chen wie der Gas­tro­no­mie und Er­zie­hung, die we­nig Lohn zah­len, sind Frau­en da­ge­gen be­son­ders stark ver­tre­ten. Ent­spre­chend klein ist hier der Un­ter­schied. Grund­la­ge für die Sta­tis­tik ist die Ver­dienst­struk­tur-Er­he­bung für 3,1 Mil­lio­nen Be­schäf­tig­te.

Newspapers in German

Newspapers from Germany

© PressReader. All rights reserved.